+
Die Preise im Großhandel befinden sich im freien Fall.

Preise im Großhandel im freien Fall

Wiesbaden - Die Preise im Großhandel befinden sich im freien Fall. Im Mai sind die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent gesunken - so stark wie seit Dezember 1986 nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

Schon im März und April waren die Preise im Jahresvergleich um 8,0 beziehungsweise um 8,1 Prozent Prozent gefallen.

Im Vergleich zum April stiegen die Preise im Mai allerdings leicht um 0,1 Prozent. Das war der zweite geringfügige Anstieg nach April, als die Preise ebenfalls um 0,1 Prozent angezogen hatten. Zuvor waren sie achtmal in Folge stetig gefallen, zuletzt im März um 0,9 Prozent.

Der drastische Rückgang der Großhandelspreise deutet auf sinkende Verbraucherpreise in den kommenden Monaten hin. Die Europäische Zentralbank erwartet in den nächsten Monaten zeitweise negative Jahresraten bei den Verbraucherpreisen. Das sei aber vor allem den hohen Energiepreisen des Vorjahres geschuldet und werde Ende dieses Jahres vorbei sein. Für das Gesamtjahr prognostizierte die Notenbank eine Inflationsrate von 0,3 Prozent.

Besonders stark fielen die Preise im Großhandel mit Erzen und Metallen. Sie lagen im Mai um 28,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau sowie um 1,0 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse waren um fast ein Viertel (23 Prozent) billiger als vor einem Jahr, aber etwas (0,5 Prozent) teurer als im April.

Die Großhandelspreise für Getreide, Saaten und Futtermittel verringerten sich im Vergleich zum Preisniveau von Mai 2008 um mehr als ein Drittel (34,5 Prozent). Im Vergleich zum April zogen sie jedoch um 3,0 Prozent an.

Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette sanken im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent. Auch im Vergleich zum April sanken die Preise um 2,7 Prozent. Obst, Gemüse und Kartoffeln waren um 7,9 Prozent günstiger als im Mai 2008 und um 3,6 Prozent billiger als im April.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

WSI: Mindestlöhne in der EU legen kräftig zu
Düsseldorf (dpa) - Die Mindestlöhne sind in den meisten EU-Ländern seit Anfang 2016 deutlich gestiegen. Nominal sei das Plus mit durchschnittlich 5 Prozent so groß …
WSI: Mindestlöhne in der EU legen kräftig zu
Hochtief würde an Trumps Mauer mitbauen
Essen - Der Baukonzern Hochtief setzt auf das Geschäft in den USA und schließt dabei auch eine Beteiligung an dem von Trump angekündigten Mauerbau nicht aus.
Hochtief würde an Trumps Mauer mitbauen
Spargel aus Deutschland könnte bald erhältlich sein
Berlin (dpa) - Die Spargelsaison könnte in diesem Jahr vergleichweise früh beginnen. "Bei Anlagen mit beheizten Bodenflächen rechnen wir bereits Mitte März mit dem …
Spargel aus Deutschland könnte bald erhältlich sein
EU-Schutzzölle: Chinesische Unternehmen scheitern mit Klage 
Luxemburg - Die von der EU verhängten Schutzzölle auf chinesische Solarmodule sind rechtmäßig. Das Gericht der Europäischen Union wies am Dienstag eine Klage von 26 …
EU-Schutzzölle: Chinesische Unternehmen scheitern mit Klage 

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare