Schnee-Chaos: Störungen auf der Stammstrecke

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Preise steigen so schnell wie seit 2008 nicht mehr

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise sind im April so stark gestiegen wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die Lebenshaltungskosten stiegen um 2,4 Prozent. Bei welchen Produkten die Teuerung am deutlichsten war:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Lebenshaltungskosten um 2,4 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte und damit seine vorläufigen Zahlen bestätigte. Am stärksten wurde die Teuerung demnach von steigenden Preisen für Sprit und Heizöl getrieben. Ohne die Kosten für Energie hätte die Inflation nur 1,5 Prozent betragen.

Binnen eines Jahres stiegen die Energiepreise den Angaben des Statistikamtes zufolge im April um 10,5 Prozent. Besonders stark wirkte sich der Preisanstieg bei Mineralölprodukten (plus 15,2 Prozent) aus. Allein leichtes Heizöl war demnach 26,7 Prozent teurer, Kraftstoffe stiegen um 12,0 Prozent. Auch die Preise für Strom (plus 7,7 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (plus 7,1 Prozent) lagen deutlich über ihrem Vorjahresniveau. Gas verteuerte sich binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent.

E10 schuld am Anstieg der Kraftstoffpreise

Im Vergleich zum März 2011 stiegen die Verbraucherpreise laut der Statistikbehörde im April 2011 um 0,2 Prozent. Etwa die Hälfte des aktuellen Preisanstiegs ist demnach auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise zurückzuführen. Für den erneuten Anstieg der Kraftstoffpreise (2,6 Prozent), dürften nach Ansicht der Statistiker sowohl die Osterfeiertage als auch die Einführung der Kraftstoffsorte Super-E10 eine Rolle spielen.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im April 2011 um 2,7 Prozent höher als im April 2010. Im Vergleich zum Vormonat März 2011 stieg der Index um 0,3 Prozent. Die Schätzung für den HVPI von Ende April wurde damit leicht nach oben korrigiert.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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