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Es läuft nicht recht bei Premiere .

Premiere erneut mit tiefroten Zahlen

München - Der Bezahlsender Premiere hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erneut einen deutlichen Verlust eingefahren.

Wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte, fiel zwischen Juli und Ende September ein Fehlbetrag von 89 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte der Sender ein ausgeglichenes Ergebnis geschafft. Der Umsatz ging von 247,5 auf 244,6 Millionen Euro zurück. Im Gesamtjahr rechnet Premiere nun mit Erlösen von etwas mehr als einer Milliarde Euro. Der operative Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll bei 40 bis 60 Millionen Euro liegen, was etwas besser wäre als zuletzt in Aussicht gestellt.

Der neue Chef des Bezahlsenders Premiere, Mark Williams, baut hingegen auf einen Zuschlag für seinen Sender im Wettlauf um die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga. Er sei sehr zuversichtlich, dass Premiere das Rennen machen werde, sagte Williams am Dienstagabend bei einem Pressegespräch in München. Der von seinen Amts-Vorgängern bekämpfte Erhalt der Sportschau im frei empfangbaren Fernsehen sei kein Problem. “Wir können und müssen mit der Sportschau leben.“ Zu Einzelheiten machte Williams noch keine Angaben.

Die DFL hatte die Rechte Ende Oktober selbst ausgeschrieben, nachdem die ursprünglich geplante Vermarktung über den Medienunternehmer Leo Kirch am Widerstand des Bundeskartellamtes gescheitert war. Angeboten werden insgesamt 37 Rechte-Pakete, um die sich 39 Medien-Unternehmen bewerben. Die DFL erhofft sich dadurch Einnahmen in Höhe von mindestens 410 Millionen Euro pro Saison. Allen Modellen liegt ein neuer Regelspieltag für die Bundesliga zugrunde. Er umfasst ein Freitag-Spiel um 20.30 Uhr, fünf Samstag-Spiele um 15.30 Uhr, eine Samstag-Partie um 18.30 Uhr sowie zwei Sonntag- Begegnungen um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr.

Die Gebote können bis zum 21. November erstmals auch für vier Spielzeiten abgegeben werden. Die Vergabe der TV-Rechte soll dann spätestens bis zum 15. März 2009 erfolgen. Zu den Bietern zählt auch der amerikanische TV-Sportsender ESPN. Williams betonte, Premiere unterschätze die Mitbewerber nicht, könne für sich aber eine erprobte Produktion und eine sichere Verbreitung des Programms in die Waagschale werfen. “Wir glauben, Premiere ist der beste Partner.“

dpa

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