Premiere im ersten Quartal erneut mit Verlusten

München - Der Bezahlsender Premiere hat im ersten Quartal wegen hoher Kosten für die Bundesliga und Einbußen durch Schwarzseher erneut einen Verlust eingefahren. Unterm Strich fiel zwischen Januar und Ende Dezember ein Minus von 28,1 Millionen Euro an, wie das Unternehmen in München mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte Premiere noch einen Gewinn von 4,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz stieg dagegen um 12,1 Prozent auf 251,5 Millionen Euro. Die Zahl der direkten Abonnenten legte um 4,6 Prozent auf 3,621 Millionen zu.

Premiere begründete den Verlust unter anderem mit höheren Kosten für die Bundesliga. Insgesamt erhöhten sich die Ausgaben von 186 Millionen auf knapp eine Viertelmilliarde Euro. Premiere hatte vergangenes Jahr dank der Probleme des Konkurrenten arena die Bundesliga zurückgewonnen, muss nun aber rund 220 Millionen Euro pro Saison für die Sublizenz auf den Tisch liegen. Hinzu kamen Einbußen durch Schwarzseher. Premiere will nun bis Ende des dritten Quartals ein neues Verschlüsselungssystem einführen.

Gleichzeitig baut der Sender sein Angebot zum 1. Juli um. Künftig sollen die Kunden zwischen den vier Paketen Bundesliga, Sport, Film und Familie wählen können, die jeweils rund 20 Euro kosten und auch miteinander kombinierbar sind. Das Komplettpaket kommt auf 45 Euro. Das hochauflösende Format HDTV muss extra gebucht werden.

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