Premiere erzielt erstmals Gewinn

- München - Nach dem herben Rückschlag durch den Verlust der Bundesliga-Rechte wartet der Bezahlsender Premiere wieder mit positiveren Nachrichten auf: Im vergangenen Jahr wurde erstmals in der Konzerngeschichte ein Gewinn erzielt.

Nach Steuern erzielte der Konzern im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 48,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 80,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. "Bei der Profitabilität haben wir einen kräftigen Sprung nach vorne gemacht", sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Ab der kommenden Saison will der Pay-TV-Konzern erstmals Spiele der Champions League live im frei empfangbaren Sportsender DSF präsentieren.

Der Aktienkurs von Premiere hatte sich nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte mehr als halbiert. Experten rechnen mit zahlreichen Kündigungen im Sommer. Im vergangenen Jahr konnte der Pay-TV-Sender aber seinen Aufwärtstrend noch fortsetzen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um gut 73,5 Prozent auf 137,5 Millionen Euro. Damit lag Premiere im Rahmen der Erwartungen. Der Gesamtumsatz legte um 9,1 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zu.

Premiere-Chef Georg Kofler zeigte sich zufrieden. "Mit einer Wachstumsrate von 9,1 Prozent liegen wir weiterhin klar über dem Durchschnitt der deutschen Medienindustrie." Die Zahl der Abonnenten sei im vergangenen Jahr um 319 282 auf 3,57 Millionen gestiegen. "Insgesamt ist Premiere für den künftigen Wettbewerb im Fernsehmarkt solide und flexibel positioniert."

Eines der offenen Probleme konnte Premiere jetzt beseitigen. Der Konzern hatte sich neben den Pay-TV-Rechten erstmals auch die Rechte an der Champions League für das frei empfangbare Fernsehen gesichert. Zunächst wollte Premiere für die Übertragung der 13 Spiele einen neuen Sender aufbauen oder kaufen. Nun werden die Partien im DSF präsentiert. Die Einigung sei perfekt, teilte der DSF-Besitzer EM.TV mit.

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