Premiere stürzt tief in die Verlustzone

- München - Schlechte Nachrichten vom Bezahlsender Premiere: Auch wegen einer Bilanzbereinigung stürzte der Konzern im zweiten Quartal tief in die Verlustzone, nach dem Verlust der Bundesligarechte ging zudem die Zahl der Abonnenten zurück.

Für die Zukunft zeigte sich Premiere-Chef Georg Kofler dennoch zuversichtlich. Durch die Kooperation mit dem Konkurrenten arena könne Premiere vielen Kunden die Bundesliga weiter präsentieren. Zudem sei das finanzielle Risiko gesunken, weil Premiere nicht mehr die Kosten für die Live-Rechte stemmen müsse.

Im zweiten Quartal machte Premiere unter anderem wegen der Abschreibung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge einen Verlust von rund 139 Millionen Euro nach einem kleinen Gewinn im Vorjahreszeitraum. Auch ohne den buchhalterischen Sondereffekt schrieb das Pay-TV-Unternehmen operativ tief rote Zahlen.

Der Verlust vor Steuern und Zinsen betrug unter anderem wegen der Kosten bei der Fußball-WM 43,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Abonnenten sank nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte seit Ende des ersten Quartals um gut 79 000 auf 3,44 Millionen Kunden.

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