Premiere stürzt tief in die Verlustzone

- München - Schlechte Nachrichten vom Bezahlsender Premiere: Auch wegen einer Bilanzbereinigung stürzte der Konzern im zweiten Quartal tief in die Verlustzone, nach dem Verlust der Bundesligarechte ging zudem die Zahl der Abonnenten zurück.

Für die Zukunft zeigte sich Premiere-Chef Georg Kofler dennoch zuversichtlich. Durch die Kooperation mit dem Konkurrenten arena könne Premiere vielen Kunden die Bundesliga weiter präsentieren. Zudem sei das finanzielle Risiko gesunken, weil Premiere nicht mehr die Kosten für die Live-Rechte stemmen müsse.

Im zweiten Quartal machte Premiere unter anderem wegen der Abschreibung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge einen Verlust von rund 139 Millionen Euro nach einem kleinen Gewinn im Vorjahreszeitraum. Auch ohne den buchhalterischen Sondereffekt schrieb das Pay-TV-Unternehmen operativ tief rote Zahlen.

Der Verlust vor Steuern und Zinsen betrug unter anderem wegen der Kosten bei der Fußball-WM 43,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Abonnenten sank nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte seit Ende des ersten Quartals um gut 79 000 auf 3,44 Millionen Kunden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Finanzgeschäfte nach Allah - Islamisches Banking wächst
Der Islam erlaubt bei Geldgeschäften keine Zinsen. Investitionen in Tabak-, Alkohol- oder Rüstungsbranche sind tabu. Für Muslime in Deutschland gibt es nun …
Finanzgeschäfte nach Allah - Islamisches Banking wächst
Frist für Angebote im zweiten Niki-Insolvenzverfahren endet
Korneuburg (dpa) - Im Insolvenzverfahren für die Air-Berlin-Tochter Niki läuft heute eine weitere wichtige Frist ab. Bis dahin haben Interessenten eine zweite Chance, …
Frist für Angebote im zweiten Niki-Insolvenzverfahren endet
US-Platzhirsch nimmt deutschen Markt ins Visier
Es ist die Zukunft oder der schlimmste Alptraum - je nachdem, welches Verhältnis man zu Autos hat. Auf speziellen Plattformen im Internet können Privatleute ihre …
US-Platzhirsch nimmt deutschen Markt ins Visier
Apple holt nach Steuerreform Milliarden-Geldberg in die USA
Jahrelang warteten Apple und andere US-Unternehmen auf eine Steuerreform, um ihre Auslandsgewinne nach Hause zu bringen. Jetzt ist es soweit - und der iPhone-Konzern …
Apple holt nach Steuerreform Milliarden-Geldberg in die USA

Kommentare