Premiere wehrt sich gegen Saban

- München - Der US-Investor Haim Saban lotet nach der Übernahme von ProSiebenSat.1 auch die Möglichkeiten eines Einstiegs beim Bezahlsender Premiere aus. Nach dpa-Informationen gab es bereits Gespräche auf Gesellschafterebene.

<P>Die Investmentgesellschaft Permira, die die Mehrheit an dem Abo-Sender hält, wollte dies nicht kommentieren. "Wir denken nicht daran, Anteile zu veräußern", hieß es aus dem Unternehmen.</P><P>Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, dass Saban Anfang März im Zusammenhang mit dem Poker um die Fußball-Bundesliga einen konkreten Vorstoß unternommen habe, sich an Premiere zu beteiligen. Erst im vergangenen Jahr hatte Saban die Senderkette ProSiebenSat.1 übernommen.</P><P>Dem Bericht zufolge droht der US-Investor, Premiere die Bundesliga wegzukaufen und bei Sat.1 abzuspielen. "Diesem Druck werden wir uns nicht beugen", sagte Premiere-Chef Georg Kofler der Zeitung. "Unser Ziel ist nach wie vor der Börsengang von Premiere als eigenständiges Unternehmen." Er gehe auch davon aus, wieder den Zuschlag für die Fußball-Bundesliga zu erhalten, sagte Kofler.</P><P>Sprecher von Premiere, der Senderkette ProSiebenSat.1 und Saban wollten sich nicht zu dem Bericht äußern. In der Branche wird er mit einem möglichen Einstieg von ProSiebenSat.1 ins Pay-TV-Geschäft in Zusammenhang gebracht. Konzernchef Urs Rohner hatte dies im Februar ausdrücklich nicht ausgeschlossen. "Pay-TV-Geschäft kann man in Deutschland erfolgreich betreiben, wenn man sich auf die Inhalte konzentriert." Allerdings handle es sich eher um ein strategisches Projekt, hatte Rohner gesagt.</P>

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