Presse: Daimler setzt zunehmend auf A-Klasse

Stuttgart - Der Vorstand des Autokonzerns Daimler will sich nach Medien-Informationen am kommenden Dienstag mit der Standortfrage für die neue Generation der A-und B-Klasse befassen.

Neben dem Stammwerk im badischen Rastatt ist ein Werk in Osteuropa geplant, da die Modellfamilie erweitert und die Produktion kostengünstiger werden soll. Nach Informationen aus Mercedes-Kreisen sei jetzt neben Polen und Rumänien auch Ungarn im Gespräch, berichten die Fachzeitschriften "auto motor und sport" und "Automobilwoche" übereinstimmend. "auto motor und sport" nennt zudem noch Serbien. Offenbar hat Rumänien derzeit die schlechtesten Karten. Wie aus Kreisen weiter verlautete, wird bereits am Montagnachmittag der Aufsichtsrat über die Pläne für die nächste Generation der A- und B-Klasse informiert, schreibt die "Automobilwoche". Ein Unternehmenssprecher wollte sich am Samstag dazu nicht äußern.

Mit den neuen Kompakten, die 2012 auf den Markt kommen sollen, verbindet der Premiumhersteller ehrgeizige Wachstumspläne nicht nur im Kernmarkt Westeuropa, heißt es in der "Automobilwoche". Erstmals könnten die Fahrzeuge auch in den USA auf den Markt kommen, wo sich der Trend zu kleineren Autos verstärkt. Gleichzeitig sollen sie helfen, CO2-Emissionen in der Flotte zu drücken und damit drohende Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Die neue Modellfamilie solle aus mindestens vier Varianten bestehen. Das neue Werk in Osteuropa werde eine Jahreskapazität von mindestens 100 000 Einheiten haben. Die Fabrik in Rastatt, wo jährlich rund 280 000 A- und B-Klassen vom Band laufen, soll laut der "Automobilwoche" weiter ausgebaut werden.

"auto motor und sport" berichtet zudem, dass die Zusammenarbeit mit der britischen Formel-1-Schmiede McLaren zum Bau des Supersportwagens SLR im nächsten Jahr beendet wird. Der Vertrag mit McLaren laufe lebenszyklusbedingt aus und eine Verlängerung war nicht geplant, sagte ein Mercedes-Sprecher dem Magazin. Stattdessen will Mercedes einen Flügeltürer im Stil des legendären 300 SL aus den 50er Jahren bauen, wie dpa aus Konzernkreisen erfuhr. Laut "auto motor und sport" soll das Auto ab 2010 zum Einstiegspreis von 150 000 Euro angeboten und in Sindelfingen gebaut werden.

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