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Stefan Vollherbst, Leiter der Niederlassung München der BHF-Bank, hat viel mit Firmenlenkern und Managern zu tun.

Geldanlage

Auf die gute Auswahl kommt es an

Die Vermögensspezialisten der BHF-Bank legen Wert auf eine gründliche Auswahl der Anlageobjekte. Damit wollen sie für ihre Kunden – vorwiegend Unternehmerfamilien – auch in zinsschwachen Zeiten eine angemessene Rendite erwirtschaften.

Risiken einschätzen – das können Unternehmer, das ist ihr Alltag. Sie sollten also kein Problem damit haben, auch in der Geldanlage höhere Risiken als früher einzugehen. Interessanterweise beobachten erfahrene Anlagespezialisten das Gegenteil. „Traditionell wollen Unternehmer auf der privaten Seite Risiken meiden, sie suchen da eher einen Gegenpol“, stellt Stefan Vollherbst fest.

BHF-Bank: Rund 1.000 Mitarbeiter

Der Leiter der Niederlassung München der BHF-Bank hat viel mit Firmenlenkern und Managern zu tun; die Privatbank hat sich aus ihrer Geschichte heraus zu einer Unternehmerbank entwickelt. 16 Mitarbeiter betreuen von München aus die Kunden in Oberbayern – darunter vor allem unternehmerisch orientierte Familien, Stiftungen und institutionelle Anleger – in allen Themen rund um die Geldanlage und Vermögensverwaltung. Darüber hinaus bietet die Bank auch das klassische Firmenkunden- und Kapitalmarkt-Geschäft an, das in der Frankfurter Zentrale angesiedelt ist. Die BHF-Bank beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. Mit circa 40 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zählt sie zu den größeren Vermögensverwaltern im deutschen Privatbankensektor. Auf Privatseite also eher sicherheitsorientiert, müssen aber auch Unternehmer heute umdenken. Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben. „Die Herausforderung ist nun, das Vermögen real, also nach Steuern, Inflation und Kosten, zu erhalten“, beschreibt Vollherbst die Lage. Immerhin: Unternehmer seien durchaus aufgeschlossen, sich dieser neuen Situation anzupassen.

"Langjähriger Partner für mehrere Generationen"

Was hat ihnen die BHF-Bank nun zu bieten? „Zunächst machen wir eine Bestandsaufnahme“, erklärt der Niederlassungsdirektor. Die Spezialisten analysieren die Ausgangslage der Familien und ihrer Unternehmen, ihre Ziele, den Bedarf an Absicherungen und vieles mehr. „Wir verstehen uns hier als langjährige Partner über mehrere Generationen“, sagt Vollherbst. Für die Vermögensverwaltung haben drei Viertel der Kunden die Bank mit einem umfassenden Mandat betraut. „Beratung zu Einzeltiteln oder Branchen ist eher die Ausnahme“, erklärt der Direktor. In der Mandatierung sieht er aber einige Vorteile: Die Märkte verändern sich heuer immer rasanter; „da sind schnelle Entscheidungen nötig“. Die können die Anlageprofis dann zügig umsetzen.

"Es gibt keine Blackbox"

In der Verwaltung von Unternehmervermögen liege traditionell die Kernkompetenz der BHF-Bank, betont Vollherbst. Um für die Vermögensentwicklung eine gute Performance bei überschaubaren Risiken zu erzielen, setzen die Experten auf ein ganzes Strategiebündel. Zum Einsatz kommen aber nur transparente Anlageinstrumente, versichert der Niederlassungsleiter, also zum Beispiel Direktinvestments in Aktien – hier speziell Europa und USA – sowie in Anleihen. Das sei kostengünstig und für den Anleger nachvollziehbar – „der Kunde sieht im Depotauszug, was er hat; da gibt es keine Blackbox“, betont Vollherbst. Fonds kommen nur ins Depot, wenn sie einen Mehrwert bieten, zum Beispiel in Schwellenländern. Hier seien Einzeltitel häufig zu riskant; zudem beobachten die Marktspezialisten der Bank in erster Linie Werte in den klassischen Industrieländern. Nur in ganz speziellen Fällen würden auch Zertifikate genutzt, erklärt Vollherbst. Währungsinvestments ließen sich auch über Aktien und Anleihen darstellen. Den Auswahlprozess der Titel steuern die Marktspezialisten der Tochter BHF Trust. Ihr Ziel: gute Unternehmen zu finden – ob von ihrem inneren Wert (so genannte Value-Titel) oder den Wachstumsperspektiven (Growth-Papiere) her. Von ihrer Ausrichtung her tendiert die Bank eher zur Value-Seite, wählt Titel von Unternehmen, die heuer schon Geld verdienen, Dividenden zahlen und über solide Geldströme (Cash flow) verfügen.

Umfassende Vermögensverwaltung sinnvoll

Bei aller Vorsicht: Aktuell schwanken die Börsen stärker, was der allgemeinen Verunsicherung der Märkte geschuldet ist. Bei der Anlage steuern die Spezialisten die Risiken auf unterschiedliche Weise. So lassen sich zum Beispiel Untergrenzen für Verluste festlegen, bei deren Erreichen die Aktien- in Bar-Bestände umgewandelt werden. Eine solch umfassende Vermögensverwaltung ist nach Überzeugung der Bank sinnvoll nur darstellbar ab einem Mindestvolumen von einer Million Euro. Dafür können die Kunden eine individuelle Berücksichtigung ihrer Interessen erwarten. Ein Mitarbeiter betreut daher nur etwa 25 bis 35 Familien.

Jürgen Grosche

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