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Hat in München Fuß gefasst: Klaus Sojer.

Privatbanken

M.M. Warburg: Bayern schätzen hanseatische Werte

Die Privatbank M.M.Warburg & CO hat erfolgreich in Bayern Fuß gefasst. Sie punktet mit hanseatischen Werten und den Vorteilen eines unabhängigen Hauses.

Als Klaus Sojer vor drei Jahren die neuen Büros der Privatbank M.M.Warburg & CO an der Maximilianstraße in München bezog, arbeiteten er und sein Team zunächst an „leeren Schreibtischen“, erinnert sich der Leiter der Geschäftsstelle. Die Bank mit Hauptsitz in Hamburg wagte den Schritt in den Markt im Süden, um den Kunden in Bayern und Österreich näher zu sein.

Heute pflegen sieben Berater den Kontakt zu den Anlegern, zu denen sich immer wieder auch neue Kunden gesellen. „Wir sind über Plan gewachsen“, freut sich Sojer, vor allem, weil die Mehrzahl der Neukunden auf Empfehlung gekommen sei. Die Herkunft des Hauses mache zusätzlich neugierig. „Hamburg sieht man in München durchaus auf Augenhöhe.“ Und offenbar zählen auch die kaufmännischen Tugenden, die man von Hamburger Bankiers nun einfach mal erwartet. Dazu gehöre auch die „hanseatische Zurückhaltung“, mit der man in Bayern unterwegs sei, erklärt Sojer. Das sei wichtig fürs Geschäft. Vermögende Kunden schätzen Ruhe und Verschwiegenheit, mögen es nicht, wenn ihre Bank durch Diskussionen um Übernahmen oder andere unruhestiftenden Nachrichten ins Gerede kommen. „Anleger suchen verlässliche Partner; sie wollen ihr Vermögen in guten Händen wissen“, sagt der Bankier, der den Münchner Markt aus langjähriger Erfahrung kennt. Vermögende Kunden schätzen es nach seiner Beobachtung zudem, wenn sie einen Ansprechpartner haben, zu dem sie ein Vertrauensverhältnis pflegen, der aber auch auf ein umfassendes Angebot zurückgreifen kann. Dafür sieht Sojer die Bank gut aufgestellt. Sie verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 56 Milliarden Euro und zählt damit zu den größeren Privatbanken.

„Eine gewisse Mindestgröße ist dabei kein Selbstzweck, sondern erforderlich, um die berechtigten Ansprüche der Kunden auf umfassende professionelle Beratungsleistungen erfüllen zu können“, sagt Sojer. Beispiele: 23 Aktienanalysten beobachten die Märkte. Eine eigene Hypothekenbank eröffnet den Zugang zu Immobilienfinanzierungen. Von den Erfahrungen aus dem Investment-Banking – hier sind 100 von insgesamt 1250 Mitarbeitern der Warburg-Gruppe tätig – profitieren die Anleger gleich mehrfach. Die Expertise fließt in die Anlagestrategie ein. Unter den Kunden finden sich zudem Unternehmer und Manager, die Unterstützung bei ihren Kapitalmarktaktivitäten brauchen. Um den komplexen Anforderungen ihrer bayrischen Kunden entgegenzukommen, betreuen seit August zwei Mitarbeiter in München Kunden bei Unternehmenskäufen und -verkäufen.

Bei der Geldanlage sichert die Bank das professionelle Management auf verschiedenen Wegen. Strategien aus dem institutionellen Investment werden auch im Private Banking eingesetzt. Das Portfoliomanagement ist – neben Hamburg – auch in München vertreten. Individuelle Mandate werden vor Ort betreut , so dass Anleger ihren Portfoliomanager persönlich kennenlernen und mit ihm über die Investments sprechen können. Die Expertise der Bank drückt sich auch in den Anlageklassen aus. Neben den Klassikern wie etwa Aktien bieten die Spezialisten auch Beteiligungen an – gerade für Unternehmerkunden eine interessante Alternative. Und bei der Aktienauswahl baut die Bank auf die Analysen ihrer Kapitalmarktspezialisten. Das Haus unterhält eine eigene volkswirtschaftliche Abteilung, deren Leiter Carsten Klude zugleich die Anlagestrategie verantwortet. Bei allen umfassenden Angeboten: Die Bank legt Wert darauf, ein „mittelständisches Familienunternehmen“ geblieben zu sein, wie es Joachim Olearius, Sprecher der Partner, formuliert. „Unsere Unabhängigkeit haben wir uns bis heute bewahrt.“

von Jürgen Grosche

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