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Peter Wamboldt, Direktor München im Bankhaus Metzler.

Leserthema "Privatbanken"

Navigator durch bewegte Zeiten

Denken in Generationen, Werte und klare Strategien – damit will das Bankhaus Metzler seinen Kunden als Navigator auch in unruhigen Zeiten zur Seite stehen.

Wenn Bankiers die Einstellungen ihrer Kunden in den eigenen Strukturen widerspiegeln, dürfte es an Erfolg nicht mangeln. Tatsächlich schreibt Metzler in München eine erstaunliche Geschichte. 1993 gründete das Bankhaus die bayrische Dependance – die erste jenseits des Stammsitzes in Frankfurt. Leiter der Niederlassung ist Josef Möst. „Durch Kontinuität entsteht Vertrauen“, betont Möst. Zu dritt leistete das Metzler-Team Aufbauarbeit, heute sind zehn Berater in der Kundenbetreuung und drei Mitarbeiter im Backoffice für die Bank tätig – die meisten von ihnen von Beginn an. Vor 15 Jahren stieß Peter Wamboldt dazu, blieb ebenfalls dabei und ist heute in einer verantwortungsvollen Position in der Niederlassung. Die langfristige Ausrichtung gehört schon fast zur genetischen Ausstattung. Das Bankhaus selbst ist in der elften Generation am Markt erfolgreich.

Das Denken in Generationen findet seine Entsprechung bei den Kunden, zu denen neben privaten Vermögenden insbesondere Unternehmerfamilien gehören. Das Geschäftsgebiet reicht über Bayern bis nach Österreich. Den Kunden gefalle, dass für die Bank persönlich haftende Gesellschafter stehen, sagt Wamboldt, eine Struktur, die Kundenfamilien ja aus eigenem Erleben kennen.

Immer wieder betonen Wamboldt und Möst die Grundlagen und das Selbstverständnis des Bankhauses. Zu den wichtigsten Werten gehören die Unabhängigkeit und die Menschlichkeit, die sich eben auch in der Langfristigkeit zeigt. Die hohe Loyalität der Mitarbeiter mache es einfacher, die Werte dauerhaft zu leben, sagt Wamboldt. Dazu kommen Verschwiegenheit und Vetrautheit. Vertrauen müsse aber immer wieder neu erarbeitet werden, betont er. Wenn das gelingt, dann können die Mitarbeiter ihren Kunden als erfahrene Navigatoren auch durch unruhige Wellengänge helfen. „Alle Kollegen haben langjährige Kapitalmarkterfahrung“, sagt Wamboldt. So können sie den Anlegern als Sparringspartner zur Seite stehen. Gefragt sind Erklärungen der Zusammenhänge – die Verwaltung der Anlagegelder übernimmt die Bank.

In der Anlage sei der Vermögenserhalt über Generationen das wichtigste Ziel, erklärt Wamboldt und beschreibt damit auch für das Portfolio-Management die grundsätzliche Werte-Orientierung als Richtschnur. Dazu kommt die Unabhängigkeit, die der Bankier als Vermeidung von Interessenskonflikten konkretisiert. Metzler pflege die Aktienkultur und einen „puristischen Anlagestil“: Aktien, Anleihen, Liquidität – auf diesen drei Elementen baut die Strategie auf, die somit hohe Transparenz ermögliche. Außerdem könne man damit alle Risiken abdecken. Und die Anlagen sind leicht und schnell liquidierbar. Die strategische Ausrichtung der Vermögensanlage baut auf eine vorangehende Gesamtvermögensanalyse auf – gerade für Unternehmer wichtig, die ja auch Immobilien und unternehmerische Beteiligungen im Bestand haben. Die Auswahl der Anlageobjekte erfolgt dann nach der Value-Methode, zum Beispiel bei Aktien: Notieren sie unter ihrem als fair analysierten Wert, empfehlen sie sich zum Kauf. Haben sie diesen Wert erreicht, wird das Papier verkauft. „Wichtig ist eine gute Auswahl der Einzeltitel“, betont Wamboldt.

Jürgen Grosche

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