+
Die Digitalisierung ist in aller Munde. Auch Privatbanken schaffen mehr und mehr Lösungen in diesem Bereich, um ihre Kunden zu erreichen.

Digitalisierung

Strukturierter Umgang mit dem Vermögen als Kernkompetenz

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat erfolgreich das Fintech easyfolio als digitale Vermögensverwaltung etabliert und damit die Leistungen des Hauses für kleinere Vermögen geöffnet.

Gleichzeitig bleiben traditionelle Schlagworte wie Vertrauen und Stabilität ganz entscheidend für die Arbeit am und mit dem Kunden.

Stephan Rupprecht ist Vorstand der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

In der Bankenwelt wird – neben Niedrigzins und Regulierung – vor allem ein Thema heiß diskutiert: die Digitalisierung. Zwar beruht das Kerngeschäft im Private Wealth Management und auch im Corporate Banking, also dem Firmenkundengeschäft, immer auf dem Vertrauensverhältnis zwischen Berater und Kunden. Dieses steht auch bei Hauck & Aufhäuser im Fokus: „Wir wollen immer erster Ansprechpartner bei allen Belangen rund um das Vermögen sein und auf die Bedarfe des Kunden zugeschnittene Dienstleistungen liefern. Dazu gehören vor allem das Management gehobener Vermögen, das Kreditgeschäft sowie die Durchführung von Kapitalmaßnahmen wie Börsengängen oder Kapitalerhöhungen, um Unternehmen bei ihren Aktivitäten zu unterstützen“, sagt Vorstand Stephan Rupprecht.

Thomas Jäger, Leiter der Hauck & Aufhäuser- Niederlassung in München.

Gleichzeitig positioniert sich Hauck & Aufhäuser, 1796 gegründet, sehr stark in der digitalen Welt. Vor mehr als einem Jahr erst wurde der Robo- Advisor easyfolio, ein sogenanntes Fintech, Teil der Privatbank. Easyfolio bietet Anlegern auf ihre Lebens- und Einkommenssituation abgestimmte Anlageportfolios auf Basis börsennotierter Indexfonds (ETFs). „Die Verbindung eines Fintechs und einer Privatbank ist im deutschen Markt die Ausnahme. Damit bieten wir den Kunden ein wertvolles Gesamtpaket“, sagt Stephan Rupprecht. Offenbar mit Erfolg: Mittlerweile seien die Assets under Management auf über 51 Millionen Euro angestiegen. Dass easyfolio für Hauck & Aufhäuser keine Spielerei, sondern ein strategisch ernstzunehmendes Asset ist, zeigt sich vor allem daran, dass das Bankhaus künftig dort auch eigene aktiv gemanagte Fonds einbringen will, um das Angebot zu erweitern. „Mit dem Angebot entsprechen wir dem, was die Kunden wollen: einen leichteren Zugang zur Vermögensverwaltung einer Privatbank. Zumal wir unser Asset Management damit auch den Anlegern öffnen, die ihr Vermögen gerade aufbauen und vielleicht erst in einigen Jahren soweit sind, unsere individuelle Vermögensverwaltung in Anspruch zu nehmen. Wir verbreitern die Kundenbasis, binden Interessenten und sorgen für Wachstum“, erläutert Stephan Rupprecht. Für Thomas Jäger, Leiter der Hauck & Aufhäuser-Niederlassung in München und seit mehr als 30 Jahren bei der Bank beschäftigt, kommt es bei der digitalen Vermögensverwaltung letztlich auf die gleichen Aspekte wie in der klassischen Verwaltung an. „Wir müssen Mehrwert schaffen. Das ist unsere Aufgabe. Wenn wir den Kunden dort abholen, wo er steht, können wir das Vertrauen aufbauen, das für die gemeinsame Arbeit nötig ist. Unsere Kernkompetenz ist der strukturierte, langfristige Umgang mit dem uns anvertrauten Vermögen. Wenn wir dieser Aufgabe nachkommen, bieten wir sowohl digital als auch in der klassischen Finanzportfolioverwaltung die Leistung, die Kunden nachfragen.“

Hauck & Aufhäuser bietet trotz der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen weiterhin die Anlageberatung an, um Kunden eine echte Teilhabe am Portfolio-Management zu gewährleisten. Thomas Jäger weiß aus vielen Gesprächen, dass Vermögenden dies wichtig ist. „Gerade Unternehmer möchten dieses Mitspracherecht. Und wir als Bank wollen eben das liefern, das gewünscht wird, um uns als verlässlicher Partner zu positionieren.“ Apropos Verlässlichkeit: Der Niederlassungsleiter weist auch auf die Stabilität des Münchner Standorts hin. „Rund ein Drittel der Mitarbeiter sind mehr als 25 Jahre bei Hauck & Aufhäuser beschäftigt. Durch diese Kontinuität schaffen wir ein echtes, enges Vertrauensverhältnis, auch in Zeiten, in denen viel im Umbruch ist.“

Von Patrick Peters

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kuriose Neuerung bei dm: So reagiert der Drogerie-Riese auf den Druck von Aldi und Lidl 
dm muss reagieren. Aldi und Lidl verkaufen zunehmend Produkte, die früher dem Drogerie-Discounter vorbehalten waren. Mit einer kuriosen Neuerung will dm nun bei den …
Kuriose Neuerung bei dm: So reagiert der Drogerie-Riese auf den Druck von Aldi und Lidl 
Viele Schweinebauern denken ans Aufgeben
Die Schweinelobby schlägt Alarm: Jeder zweite Sauenhalter wolle in den nächsten Jahren das Handtuch werfen. Noch mehr Ferkel als bisher könnten dann aus dem Ausland …
Viele Schweinebauern denken ans Aufgeben
VW kündigt Beherrschungsvertrag mit MAN
München (dpa) - Die Nutzfahrzeuge-Tochter von Volkswagen kündigt den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MAN. Diese werde zum 1. Januar 2019 wirksam, teilte …
VW kündigt Beherrschungsvertrag mit MAN
Weselsky bleibt „Mitarbeiter des Monats“: Sixt-Werbung mit GDL-Boss ist zulässig
Der Chef der Lokführergewerkschaft (GDL), Claus Weselsky, muss eine Werbung des bayerischen Autovermieters Sixt mit seinem Foto und der Bezeichnung „Mitarbeiter des …
Weselsky bleibt „Mitarbeiter des Monats“: Sixt-Werbung mit GDL-Boss ist zulässig

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.