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Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan.

Alexander Radwan (MDB) fordert

"Über abgestufte Regulierung diskutieren"

Mit MiFID II tritt ab 2018 ein neues Instrument in der Finanzmarktregulierung in Kraft, das von Banken und Vermögensverwaltern umfassende Aufzeichnungs- und Transparenzpflichten fordert.

Dadurch wird die Arbeit für die Experten komplexer und in wesentlichen Teilen komplizierter – aber für den Kunden deshalb nicht unbedingt Vorteile bringt, wie die Branche regelmäßig kommuniziert. Deshalb seien Anpassungen nötig, hört man immer wieder.

Einer, der sich von Berufs wegen mit Finanzmarktaufsicht und Regulierung befasst, ist der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan. Er sprach sich beim Finanzforum „Privatbanken“ von Münchner Merkur tz dafür aus, zielgerichteter bei der Regulierung für kleine Banken vorzugehen und für die sogenannte „Proportionalität“ von deutscher Seite aus bei der Europäischen Union konkret zu werben. „Dies wird unter dem Schlagwort der ‚small and simple banking box‘ zusammengefasst und bezeichnet eine abgestufte Regulierung. Das müssen wir in Brüssel einbringen. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich die regulatorischen Prinzipien, die nicht verändert werden, auf Dauer festsetzen. Und dann kann es zu spät sein“, sagt das Mitglied des Finanzausschusses des deutschen Bundestags. Alexander Radwan betont auch die Bedeutung der Digitalisierung und vergleicht die Auswirkungen mit der der Elektrizität. „Die neuen Möglichkeiten werden auf allen Ebenen für fundamentale Veränderungen sorgen. Dem müssen wir uns stellen, aber auch ein gemeinsames Verständnis der künftigen Datenökonomie entwickeln. Wer darf welche. Daten wie verwenden? Dieser Diskussion müssen wir uns stellen“, betont der Experte für Bankenunion und Bankenaufsicht, Euro und Währung und Zahlungsverkehr.

Von Patrick Peters

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