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An den Börsen lässt sich – trotz Niedrigzins – weiterhin gutes Geld verdienen. Daher gehören Aktien in jedes diversifizierte Depot, wie die Bank Schilling betont.

Vermögensmanagement

"Unsere Kunden möchten keine Experimente machen"

Die Bank Schilling aus Hammelburg setzt auf Kontinuität, Zuverlässigkeit und ruhiges, seriöses und äußerst konservatives Vermögensmanagement. Seit Anfang Juli führt die Privatbank auch eine Niederlassung in München.

Unter den in Deutschland tätigen Privatbanken existieren nur noch ganz wenige, die auch im gesellschaftsrechtlichen Sinne noch privat, sprich: in Familienhand sind. Eine dieser wenigen Ausnahmen ist die Bank Schilling aus dem unterfränkischen Hammelburg. Gegründet 1923 von Josef Schilling, wird das Haus heute von Dr. Hubert-Ralph Schmitt als Eigentümer in dritter Generation geführt. Für ihn spielt die familiäre Eigentümerstruktur für die Positionierung einer Privatbank eine entscheidende Rolle: „Die Eigentümerstruktur des Hauses Bank Schilling gibt der Bank Kontinuität und Zuverlässigkeit. Es spielen keine Konzernideen eine Rolle, sondern ausschließlich die ruhige und konservative Fortentwicklung des Hauses. Die Person des Gesellschafters spielt im Kern keine Rolle, solange diese langfristig im Sinne der Bank denkt“, sagt der Inhaber und Vorstand.

Dementsprechend ist auch die Erwartungshaltung der Kunden gegenüber dem Bankhaus Schilling. Die Mandanten des Hauses erwarten laut Dr. Hubert- Ralph Schmitt, dass die Privatbank ihnen ein ruhiges, seriöses und äußerst konservatives Vermögensmanagement anbiete. „Unsere Kunden möchten keine Experimente machen, sie sind ebenso in der Regel langfristig orientiert. Daneben erwarten unsere Kunden, dass sie persönliche Ansprechpartner haben, die über Jahre hinweg sie und ihr Vermögen betreuen und gegenseitig Vertrauen aufgebaut haben.“ Daher sei auch die Anlagestrategie des Bankhaus Schilling langfristig ausgerichtet. Die Produkte seien konservativ und seriös und in der Regel auch transparent und nachvollziehbar. Ein Fokus liege demnach auf Direktanlagen in Aktien und Renten, je nach Ausrichtung des Kunden kämen auch Fonds für Spezialmärkte dazu.

„Wir investieren für unsere Kunden gut diversifiziert in europäische Standardwerte. Das ergänzen wir mit ausgewählten Fonds und Versicherungslösungen. Aber das Portfolio muss überschaubar bleiben. Wenn es um das Geld unserer Kunden geht, machen wir keine unnötigen Experimente“, erklärt Dr. Schmitt. Es mache keinen Sinn, mithilfe von Finanzprodukten das Risiko-/ Chancen-Profil von Indizes, Aktien oder Anleihen künstlich zu verschieben. Die Anlagestrategie müsse für den Kunden leicht nachzuvollziehen sein. „Denn als Vermögensverwalter geht es nicht nur um die Optimierung von Finanzmarktrenditen, sondern vor allem um Vertrauen. Da begleitet man Kunden nicht nur durch Marktturbulenzen, sondern hält auch mal bei anderen Gelegenheiten das Händchen“, so Dr. Schmitt. Wichtig für das Bankhaus Schilling: Es werden keine eigenen Produkte vertrieben, sodass kein Druck in der Vermögensverwaltung und Vermögensberatung besteht, diese auch einzusetzen. Daraus folgt für Dr. Hubert-Ralph Schmitt: „Wir können uns ohne Konzernzwang dem Kunden widmen.“

Apropos Vertrauen: Dieses bestehe grundsätzlich zwischen den Beratern des Hauses und den Mandanten. Deshalb kreisen die Gespräche auch um Themen, die zwar mit dem Vermögen grundsätzlich zu tun haben, aber bisweilen über das konkrete Vermögensmanagement herausreichen. „Die herausragenden Themen sind sicherlich in der Diskussion mit den Kunden das Weltgeschehen. Wir versuchen mit unseren Kunden langfristig zusammenzuarbeiten und alle Themen im Bereich der Anlagebetreuung zu artikulieren, der Anlagehorizont ist jedoch langfristiger geprägt. Natürlich spielen Steuerfragen immer wieder eine Rolle, jedoch versuchen wir das Thema Sicherheit immer in den Vordergrund zu stellen“, weiß Dr. Hubert-Ralph Schmitt.

Ganz aktuell hat die Privatbank ihr Geschäft in München verstärkt und eine Filiale an der Maximilianstraße eröffnet. Damit rücke die Bank noch näher an ihre Kunden in München und der Region. „Entgegen dem sonstigen Bankentrend, wo das Thema der Filialschließungen auf der Tagesordnung steht, verstärkt die Bank Schilling ihre Präsenz – auch um die regionale Nähe zu den Kunden weiterhin zu intensivieren. Bei aller Bedeutung von digitalen Möglichkeiten bleibt die Filiale unser wichtigster Weg zum Kunden“, sagt Vorstandsmitglied Aloys Tilly.

Von Patrick Peters

Vermögensaufbau: Investmentfonds sind dafür gut geeignet

Über 900 Milliarden Euro haben die Deutschen nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken in Wertpapieren angelegt – das sei eine Steigerung von rund 20 Prozent in vier Jahren (766 Milliarden Euro Ende 2012). Am beliebtesten sind demnach Investmentfonds. So hätten die privaten Haushalte in Deutschland inzwischen deutlich mehr als die Hälfte ihres Wertpapiervermögens in Fondsanteilen angelegt. Auf Aktien entfallen 30 Prozent, auf Schuldverschreibungen wie Anleihen, Pfandbriefe und Zertifikate nur 14 Prozent. Allerdings sei im Vergleich zu den rund zwei Billionen Euro, die die Deutschen traditionell auf Konten horten, die Anlage in Wertpapieren immer noch relativ niedrig. „Dabei können beispielsweise Fonds für längerfristig orientierte Anleger eine lohnende Alternative zu kaum noch verzinsten Sparkonten sein“, so der Verband. „Vor allem Aktienfonds und gut geführte Mischfonds bieten langfristig attraktive Renditechancen. Nicht zuletzt für einen allmählichen Vermögensaufbau mit regelmäßigen monatlichen Sparbeiträgen sind Investmentfonds gut geeignet.“

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