Privatbrauer fordern Schutz vor Gentechnik

Deutsches Bier: - Berlin - Die regionalen Brauereien fordern einen strikten Schutz vor gentechnisch veränderten Rohstoffen im deutschen Bier. Sonst drohten nicht kalkulierbare Risiken, die auch die Verbraucher verunsicherten, teilte der Verband Private Brauereien mit. Von der Bundesregierung geplante Änderungen des Gentechnikgesetzes reichten aber nicht aus, herkömmlich angebaute Grundstoffe wie Gerste, Weizen oder Hopfen vor einer Vermischung mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu bewahren.

Nötig sei ein Abstand zu Feldern mit Genpflanzen von mindestens 300 Metern statt der bisher diskutierten 150 Meter. "Deutsches Bier muss auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Roland Demleitner. Angesichts erster Freilandversuche mit gentechnisch veränderter Gerste in Hessen und Weizen in Sachsen-Anhalt müsse es aber heißen: "Wehret den Anfängen". Nötig sei dafür eine Kennzeichnung von Futtermitteln mit Gentechnik-anteil bereits ab 0,1 Prozent, was nach derzeitigen Analysemethoden der niedrigstmögliche Grenzwert sei.

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