Privatbrauer fordern Schutz vor Gentechnik

Deutsches Bier: - Berlin - Die regionalen Brauereien fordern einen strikten Schutz vor gentechnisch veränderten Rohstoffen im deutschen Bier. Sonst drohten nicht kalkulierbare Risiken, die auch die Verbraucher verunsicherten, teilte der Verband Private Brauereien mit. Von der Bundesregierung geplante Änderungen des Gentechnikgesetzes reichten aber nicht aus, herkömmlich angebaute Grundstoffe wie Gerste, Weizen oder Hopfen vor einer Vermischung mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu bewahren.

Nötig sei ein Abstand zu Feldern mit Genpflanzen von mindestens 300 Metern statt der bisher diskutierten 150 Meter. "Deutsches Bier muss auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Roland Demleitner. Angesichts erster Freilandversuche mit gentechnisch veränderter Gerste in Hessen und Weizen in Sachsen-Anhalt müsse es aber heißen: "Wehret den Anfängen". Nötig sei dafür eine Kennzeichnung von Futtermitteln mit Gentechnik-anteil bereits ab 0,1 Prozent, was nach derzeitigen Analysemethoden der niedrigstmögliche Grenzwert sei.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Obstbauern freuen sich über warmen Sommer
Während viele Landwirte über Trockenheit klagen, ist das Sommerwetter für manche Obstbauern in Norddeutschland gerade richtig. Die Ernte ist gut, aber außergewöhnlich …
Obstbauern freuen sich über warmen Sommer
EU und Japan wollen Freihandelsabkommen besiegeln
Tokio (dpa) - Die Europäische Union will heute mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen abschließen. Der seit 2013 vorbereitete Pakt soll Zölle und andere …
EU und Japan wollen Freihandelsabkommen besiegeln
Netflix-Aktie stürzt ab
Meist verwöhnt Netflix seine Anleger mit glänzenden Quartalszahlen, doch diesmal kann der Streaming-Riese nicht überzeugen. An der Börse fällt die Reaktion heftig aus.
Netflix-Aktie stürzt ab
Krise bei Thyssenkrupp: Aufsichtsratschef schmeißt hin
Übernehmen Finanzinvestoren bei Thyssenkrupp das Ruder? Nach dem Abgang des Vorstandschefs verlässt auch der Aufsichtsratschef den Industriekonzern. Nun dürften viele …
Krise bei Thyssenkrupp: Aufsichtsratschef schmeißt hin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.