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Laut Finanzminister Schäubler wollen private Banken und Versicherer sich an den griechischen Staatsanleihen beteiligen.

Private übernehmen 50 Prozent bei Laufzeitverlängerung

Berlin - Der endgültige Anteil privater Banken an einem zweiten Griechenland-Rettungspaket ist weiter offen. Laut Finanzminister Schäuble übernehmen private Gläubiger bis zu 50 Prozent der griechischen Staatsanleihen.

Dabei handelt es sich um die Staatsanleihen, die bis 2014 fällig sind und verlängert werden sollen. Das sagte Schäuble nach Angaben von Teilnehmern in einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion. Weitere Details habe er nicht genannt. Offen war etwa, ob es nur um fällige Anleihen privater Geldgeber oder um Schuldtitel aller - inklusive staatlicher - Gläubiger geht. Die deutschen privaten Banken und Versicherer wollen sich nach bisherigen Angaben mit 2 Milliarden Euro an einer freiwilligen Laufzeitverlängerung beteiligen. Die staatlichen Abwicklungsanstalten von WestLB und HRE sollen nach früheren Angaben Schäubles weitere 1,2 Milliarden Euro übernehmen. Ob es dabei bleibt, ist offen. Das von Griechenland bis 2014 zurückgezahlte Geld soll wieder in länger laufende Anleihen investiert werden.

Das zweite internationale Rettungspaket soll im Herbst - möglicherweise mit der nächsten Hilfstranche im September - geschnürt werden. Es soll bis zu 120 Milliarden Euro umfassen. Angestrebt wird auch ein freiwilliger und nennenswerter Beitrag der privaten Geldgeber. Spekuliert wird europaweit über 30 Milliarden Euro. Der Anteil anderer europäischer Geldhäuser ist allerdings noch offen.

dpa

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