L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist gestorben

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Probleme bei Infineon weiten sich aus

- München - Nach einem verlustreichen Start ins neue Geschäftsjahr weiten sich die Probleme beim Chipkonzern Infineon aus. Während im ersten Geschäftsquartal vor allem die Verluste in der Speichersparte das Ergebnis des Gesamtkonzerns verhagelten, wird im laufenden zweiten Quartal voraussichtlich auch die wichtige Logiksparte in die roten Zahlen rutschen. Dennoch sagte Infineon-Chef Wolfgang Ziebart am Dienstag in München: "Insgesamt sehen wir der Zukunft optimistisch entgegen." Der Konzern wachse trotz saisonaler Schwankungen in den zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern. Die geplante Abspaltung der Speichersparte werde trotz des schwierigen Branchenumfelds in diesem Jahr eingeleitet.

Im ersten Quartal 2005/06 (30. September) hatte Infineon den Konzernverlust vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorquartal auf 122 Millionen Euro fast verdreifacht. Dabei machte allein die Speichersparte ein Minus von 118 Millionen Euro. Auch der Kommunikationsbereich steckte in den roten Zahlen. Nur die Auto- und Industrieelektronik konnte den Gewinn vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 51 Millionen Euro steigern. Allerdings rechnet Ziebart hier im laufenden Quartal mit sinkenden Gewinnen. Da gleichzeitig der Verlust in der Kommunikationssparte von zuletzt 21 Millionen Euro weiter steigen könne, seien in der Logiksparte insgesamt rote Zahlen im zweiten Quartal wahrscheinlich.

Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Quartal bei knapp 1,7 Milliarden Euro. Dies waren acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und drei Prozent weniger als im Vorquartal. In der Kommunikationssparte brachen die Erlöse dabei im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 334 Millionen Euro ein. In der Speichersparte ging der Umsatz wegen des Preisverfalls um elf Prozent auf 678 Millionen Euro zurück.

Infineon will die schwankungsanfällige Speichersparte Mitte des Jahres in eine eigenständige Gesellschaft abspalten. Trotz der schwachen Zahlen und des schwierigen Branchenumfelds sei ein anschließender Börsengang nach seiner Einschätzung noch immer die beste Lösung, sagte Ziebart. Zum möglichen Zeitplan wollte er sich aber nicht äußern. Der Vorstandsvorsitzende ließ auch offen, ob im Speicherbereich in diesem Jahr noch die Rückkehr in die Gewinnzone möglich ist.

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