Produktionsverlagerung in die Slowakei

- Louisenthal - Die Gewerkschaft Verdi hat mit einem Warnstreik die Produktion des Gelddruck- und Chipkartenkonzerns Giesecke & Devrient im Werk Louisenthal am Dienstag weitgehend lahmgelegt. Auf diesem Weg soll ein Ergänzungstarifvertrag wegen der geplanten Verlagerung von Teilen der Produktion in die Slowakei erreicht werden, teilte Verdi mit. Das Unternehmen will wegen der Arbeitsniederlegung in dem Werk am Tegernsee gerichtlich gegen die Gewerkschaft vorgehen. Man verhandle nur mit dem Betriebsrat.

Giesecke hatte angekündigt, einen Teil der Kartenproduktion nach Nitra in der Slowakei zu verlagern. Davon betroffen sind nach Konzernangaben 160 Beschäftigte, laut Verdi 235 Arbeitsplätze. Die Beschäftigten produzieren die eigentlichen Karten, dagegen sollen die übrigen Bereiche des Kartengeschäfts wie die Personalisierung sowie Entwicklung und Vertrieb schwerpunktmäßig in Deutschland bleiben.

Nach Angaben des Konzerns sind die Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan bereits weit fortgeschritten. Auf diesem Weg soll die Verlagerung sozial abgefedert werden, sagte der Sprecher. So sollen den Betroffenen unter anderem wo möglich Ersatzarbeitsplätze angeboten werden. Es sei unverständlich, warum sich die Gewerkschaft nun einmische. "Das bringt den Mitarbeitern nichts, was Verdi da anzettelt."

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