Pro-Sieben gestärkt für Fusion mit Springer

- München - Deutschlands größter TV-Konzern Pro-Sieben-Sat.1 geht mit wenig Zuversicht für den TV-Werbemarkt in die geplante Übernahme durch den Verlagsriesen Axel Springer.

Zwar werde der Markt nach einem "unerwartet schwierigen" ersten Halbjahr in den kommenden Monaten voraussichtlich anziehen, eine durchgreifende Konsumbelebung sei aber noch immer nicht in Sicht, sagte Pro-Sieben-Sat.1-Chef Guillaume de Posch. Auch dank der Erschließung neuer Erlösquellen wie dem mittlerweile vollständig übernommenen Quizsender 9 Live wolle man aber die Umsätze und das Ergebnis in diesem Jahr wie geplant steigern. "Die Gruppe steht hervorragend da", erklärte de Posch.

Im ersten Halbjahr stiegen die Erlöse der Senderfamilie im anhaltend schwierigen Umfeld gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,6 Prozent auf 937,8 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis kletterte vor allem dank eines deutlich besseren Finanzergebnisses um 40,1 Prozent auf 164,3 Millionen Euro. Neben einem geringeren Zinsaufwand spielte dabei unter anderem ein Einmal-Ertrag aus einer Kaufpreis-Absicherung im Zuge des Erwerbs der 9 Live-Betreibergesellschaft Euvia Media eine Rolle. Unter dem Strich verdiente die Senderfamilie im ersten Halbjahr 100,3 Millionen Euro nach 72,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Die einzelnen Sender schnitten dabei unterschiedlich ab. Während Pro-Sieben, bereinigt um interne Programmverkäufe, einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verbuchte, konnten Kabel 1 und der Nachrichtensender N24 ihr Geschäft ausbauen. Bei Sat.1 gingen Umsatz und Ergebnis wegen rückläufiger Werbeerlöse ebenfalls leicht zurück.

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