ProSiebenSat.1: Huber fordert Ministererlaubnis

- München/Berlin - Im Tauziehen um die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG hat Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) von seinem Parteifreund und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos eine Sondererlaubnis gefordert. "Die Übernahme durch Springer ist das beste für die Zukunft", sagte Huber dem Magazin "Focus". Glos müsse "abwegige Konstellationen" von Kommissionen und Kartellamt in diesem Sinne korrigieren. "Die SPD kann angesichts der Heuschrecken-Kampagne nichts dagegen haben", so der CSU-Politiker in dem Magazin.

Laut "Focus" will auch die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien Springer doch noch zu der umstrittenen Übernahme verhelfen. Für diesen Donnerstag (26. Januar) sei kurzfristig eine Sitzung des Kontrollgremiums einberufen worden. Dabei solle über die Möglichkeit gesprochen werden, die Ablehnung der Medienkontrollbehörde KEK zu kippen.

Es wird erwartet, dass kommende Woche allerdings auch das Bundeskartellamt die Übernahme des größten deutschen TV-Konzerns durch Europas führendes Zeitungshaus ablehnt. Glos kann mit der so genannten "Ministererlaubnis" diese Ablehnung freilich widerrufen. Springer hatte im August 2005 die milliardenschwere Übernahme von ProSiebenSat.1 angekündigt.

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