Prosieben-Sat.1 schaltet erneut auf Spar-Programm

- München - Deutschlands größter TV-Konzern Prosieben-Sat.1 will nach einem leichten Umsatzminus zum Start ins Jahr den Gürtel nochmals enger schnallen. Um in der anhaltenden Werbeflaute die für 2005 geplanten Umsatz- und Ergebnisverbesserungen zu erreichen, sollten zusätzlich mindestens 60 Millionen Euro eingespart werden, sagte Konzernchef Guillaume de Posch auf der Hauptversammlung.

<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">"Das Einzige, was man mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, ist, dass das Jahr 2005 schwächer verläuft, als gemeinhin erwartet wurde", erklärte de Posch. Der deutsche Netto-TV-Werbemarkt werde im Gesamtjahr voraussichtlich um zwei Prozent schrumpfen. In den ersten drei Monaten ging der Umsatz des Konzerns um 1,4 Prozent auf 430 Millionen Euro zurück. "Das Jahr 2005 ist schwächer gestartet, als wir erwartet haben", sagte de Posch. Dennoch sei es gelungen, das Vorsteuerergebnis um 8,3 Prozent auf 47,1 Millionen Euro zu steigern. Dies sei eine Bestätigung der Strategie, neben der klassischen Werbung alternative Erlösquellen zu erschließen. Der Überschuss der Senderfamilie legte im ersten Quartal um 14,3 Prozent auf 28,7 Millionen Euro zu.</P><P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"> </P><P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Während der Sender Prosieben ein Umsatzplus von 10,3 Prozent auf 192,4 Millionen Euro verbuchen konnte, verringerten sich die Erlöse bei Sat.1 um drei Prozent auf 186,9 Millionen Euro. Bei beiden Sendern ging das Vorsteuerergebnis deutlich um 26 beziehungsweise 18 Prozent zurück. Dagegen konnte Kabel 1 bei einem Umsatzplus um sechs Prozent auf 49,1 Millionen Euro sein Vorsteuerergebnis auf 8,7 Millionen Euro verdreifachen. Der Nachrichtensender N24 kam bei einem Umsatzanstieg um 14 Prozent auf 19,9 Millionen Euro auf ein Vorsteuerergebnis von 2,5 Millionen (Vorjahr: 0,1 Mio.) Euro.</P><P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"> </P><P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Zu den Spekulationen um einen möglichen Ausstieg des US-Milliardärs Haim Saban, der zusammen mit einer Investorengruppe die Mehrheit an der Münchner Senderfamilie hält, sagte de Posch lediglich: "Die Gesellschafter haben erklärt, die Entwicklung und das Wachstum ihres Unternehmens zu unterstützen."</P>

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