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ProSiebenSat.1 ächzt unter einen Schuldenberg. Deshalb bleibt der TV-Konzern auch weiter auf Sparkurs.

ProSiebenSat.1 weiter auf Sparkurs

München - ProSiebenSat.1 ächzt unter einen Schuldenberg. Deshalb bleibt der TV-Konzern auch weiter auf Sparkurs. Doch ohne Stellenabbau wird es nicht gehen.

Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 bleibt auf Sparkurs. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage sei ein Ausblick auf die erwarteten Geschäfte 2010 kaum möglich, sagte Vorstandschef Thomas Ebeling am Donnerstag in München. Er sei aber zuversichtlich, dass sich das Ergebnis verbessern werde. Das von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierte Unternehmen war Dank wieder wachsender Werbeeinnahmen im vierten Quartal im vergangenen Jahr in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Die Wirtschaftskrise sei noch nicht überwunden, die Rahmenbedingungen blieben schwierig, sagte Ebeling.

“Um in diesem Marktumfeld den Bewegungsspielraum nicht zu verlieren, wird Kostendisziplin weiterhin Priorität im Konzern haben“, betonte Ebeling. Zugleich werde sich die Senderfamilie verstärkt darauf konzentrieren, neue Wachstumsfelder zu erschließen. Dazu soll unter anderem im Mai ein digitaler Kanal speziell für Frauen unter dem Namen Sixx in Deutschland an den Start gehen.

Personalabbau muss sein

Ebeling betonte, er sei sich der Verantwortung bewusst, ein qualitativ hochwertiges Nachrichtenangebot zu machen. “Trotzdem müssen wir versuchen, Verluste zu reduzieren.“ Wichtig sei ein vor allem ein nachhaltiges Konzept. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass es komplett ohne Personalabbau gehen kann“, sagte Ebeling. N24 beschäftigt rund 220 Mitarbeiter.

ProSiebenSat.1 ächzt unter Schuldenlast

ProSiebenSat.1 hatte im Februar mitgeteilt, dass es 2009 trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs operativ mehr verdient habe und unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt sei. Im Ergebnis verbuchte der Konzern 2009 nach einem Verlust von 119 Millionen Euro ein Plus von 144,5 Millionen Euro. Dies sei dank eines “nachhaltigen Kostenmanagements“ gelungen, sagte Ebeling. 2008 hatten vor allem Abschreibungen auf die 2007 übernommene Sendergruppe SBS das Unternehmen tief in die roten Zahlen gedrückt.

Im Jahr 2006 war eine Übernahme des Senderverbunds durch den Axel-Springer-Verlag am Widerstand der Kartellbehörden gescheitert. In der Folge ging das Unternehmen an die Finanzinvestoren. Nach der von den beiden Haupteigentümern angestoßenen Übernahme der skandinavischen Sendergruppe SBS ächzt ProSiebenSat.1 unter einer Schuldenlast von mehr als drei Milliarden Euro.

dpa

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