Proteste gegen Schließung von Telekom-Callcentern

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Bonn (dpa) - Hunderte Mitarbeiter der Deutschen Telekom haben am Freitag gegen die geplante Schließung von Callcentern des Konzerns protestiert. In mehreren Städten gingen Mitarbeiter auf die Straße, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte.

In Saarbrücken protestierten demnach rund 200 Beschäftigte, in Schwerin etwa 100, in Ulm 150, in Wesel rund 140 Mitarbeiter. Proteste gab es zudem in Halle/Saale und anderen Städten.

Die Telekom will bundesweit Callcenter in 39 Städten schließen. Knapp der Hälfte der insgesamt 18 000 Beschäftigten ist davon betroffenen. Ihnen will das Unternehmen Jobs in den verbliebenen 24 Standorten anbieten, mehrere Hundert werden ihre Stelle aber wohl verlieren. Das Unternehmen will mit der Umstrukturierung die Kosten senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Neben den Protesten der Mitarbeiter erhöht sich der Druck aus der Politik auf die Konzernführung. Weitere Bürgermeister kritisierten am Freitag die Absicht des Unternehmens, rund zwei Drittel seiner Callcenter dicht zu machen. Die Fraktionen von SPD und FDP im rheinland-pfälzischen Landtag kündigten für kommende Woche eine Plenarsitzung an. In dem Bundesland werden vier von fünf Standorte geschlossen. Zuvor hatte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) die geplante Schließung kritisiert: "Man soll nicht glauben, dass alle diese Entscheidungen klug bedacht und rational sind."

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