Proteste gegen Telekom-Stellenabbau geplant

- Frankfurt/Bonn - Rund 25 000 Telekom-Beschäftigte wollen an diesem Montag in mehreren deutschen Städte gegen den geplanten Personalabbau des Konzerns demonstrieren. Die Proteste sind an den unterschiedlichen Standorten des Unternehmens geplant, sagte ein ver.di-Sprecher am Sonntag. Schwerpunkte der Aktionen werden Berlin und Bonn sein.

In Berlin, wo auch ver.di-Chef Frank Bsirske sprechen wird, werden rund 2000 Teilnehmer erwartet. In Bonn rechnet die Gewerkschaft mit rund 5000 Demonstranten. Als Redner hat sich ver.di-Vize Franz Tremel angekündigt, der auch stellvertretender TelekomAufsichtsratschef ist. In Bonn kommt am Montag der Telekom-Aufsichtsrat zusammen, um über den Abbau von 32 000 Stellen bis 2008 zu beraten.

Sollte es bei der Entscheidung des Telekom-Vorstands bleiben, droht die Gewerkschaft mit einer "schärferen Auseinandersetzung". "Dann sind Aktionen, die die Arbeitgeber empfindlich spüren, nicht auszuschließen", sagte ein ver.di-Sprecher. "Wir werden auf die Beschlüsse der Aufsichtsratssitzung entsprechend reagieren." Nach einem Bericht der "Frankfurter Sonntagszeitung" drohen einige ver.di-Funktionäre sogar mit Streik. "Wir machen uns arbeitskampffähig", zitiert das Blatt Gewerkschafter.

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