60 Prozent der City-Läden öffnen samstags länger

- Berlin - Rund 60 Prozent der Geschäfte in Stadtzentren werden nach einer Umfrage des Branchenverbandes HDE samstags länger öffnen. Steigerungen des Gesamtumsatzes erwarte er durch längere Samstagsöffnung aber nicht, sagte HDE-Präsident Hermann Franzen in Berlin. Es werde einzelne Gewinner oder Verlierer geben, aber meist werde sich das Geschäft von der Woche auf die Samstage verlagern. Laut Umfrage wollen die meisten Läden bis 18.00 Uhr öffnen. Bis 20.00 Uhr wäre nach der Gesetzesänderung erlaubt.

<P>Unterdessen ist im Tarifstreit des Einzelhandels in Bayern und Baden-Württemberg weiterhin keine Einigung in Sicht. Trotz neuer Angebote der Arbeitgeber gingen auch die sechste Runde der Tarifverhandlungen für den bayerischen Einzelhandel sowie die fünfte Verhandlungsrunde für den Südwesten ohne Einigung zu Ende. </P><P>Für beide Tarifbezirke boten die Arbeitgeber jeweils nach drei Nullmonaten eine gestaffelte Einkommenserhöhung von maximal 1,4 Prozent an. Die Gewerkschaft ver.di wies die Offerten zurück und kündigte weitere Warnstreiks an.</P><P>Die Gespräche für Bayern sollen am 30. Juni fortgesetzt werden, sagte ver.di-Verhandlungsführer Sepp Rauch in München. ver.di lehne das neue Angebot der Arbeitgeber als "völlig unzureichend" ab und werde die Warnstreiks im Einzelhandel in den nächsten Tagen weiter ausdehnen. "Es wird massive Proteste geben", sagte Rauch.</P><P>Bislang hatten die Arbeitgeber in Bayern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in drei Stufen von 1,3, 0,7 und 1,2 Prozent angeboten. Nunmehr wollen sie nach eigenen Angaben nach drei Nullmonaten stufenweise 1,4, 0,8 und 1,4 Prozent mehr Geld zahlen. ver.di fordert für die rund 380 000 Beschäftigten hingegen eine Lohnerhöhung von 50 Cent pro Stunde sowie Zuschläge für die Samstagsarbeit. Erneut untermauerte ver.di die Forderungen mit Warnstreiks in mehreren Münchner Lebensmittelfilialen.</P><P>Auch für Baden-Württemberg sieht das neue Angebot nach Angaben von Arbeitgeber-Vertreter Bernhard Löhlein nach drei Nullmonaten Einkommenserhöhungen von 1,4 sowie 0,8 und 1,4 Prozent vor. Zuvor war eine Erhöhung von rund einem Prozent jährlich im Gespräch gewesen. Das neue Angebot ist nach Einschätzung von ver.di "kein erkennbarer Fortschritt". Es bedeute für die Beschäftigten real nur ein Plus von 1,5 Prozent pro Jahr. Die Gewerkschaft beharre auf einer Zwei vor dem Komma. Am 27. Juni wollen die Tarifparteien ihre Gespräche für Baden-Württemberg fortsetzen.</P>

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