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Der frühere Infineon-Chef Ulrich Schumacher.

Prozess gegen Ex-Infineon-Chef vor der Einstellung

München - Der Prozess gegen den früheren Infineon-Chef Ulrich Schumacher steht vor der Einstellung.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung erklärten sich am Montag am Landgericht München dazu bereit, das Verfahren zu beenden.

In der vergangenen Woche hatte der Vorsitzende Richter Peter Noll deutlich gemacht, dass die derzeitige Beweislage für eine Verurteilung Schumachers wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr nicht ausreiche. Eine ausführliche Begründung will das Gericht aber erst beim nächsten regulären Prozesstag an diesem Mittwoch (28. Oktober) bekanntgeben.

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Die Staatsanwaltschaft hatte Schumacher vorgeworfen, dass er vom früheren Sponsorenvermittler Udo Schneider Geld angenommen habe, um die Teilnahme an privaten Autorennen zu finanzieren. Schumacher selbst hatte dies schon zum Prozessauftakt von sich gewiesen und erklärt, nie käuflich gewesen zu sein. Nach Angaben seines Anwalts Hanns Feigen werden die Vorwürfe der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr, des versuchten Prozessbetrugs und der Untreue gegen Schumacher nicht aufrechterhalten. Es bleibe lediglich der Vorwurf der Steuerhinterziehung, für den eine Geldauflage zu erwarten sei.

dpa

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