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Der frühere Personalchef der tschechischen VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster.

Prozess gegen früheren VW-Manager Schuster Ende September

Braunschweig - In der VW-Affäre um Schmiergeld-Zahlungen und Lustreisen muss nun auch der letzte Hauptbeschuldigte vor Gericht. Es ist der ehemalige Personal-Manager Helmuth Schuster.

Wie ein Sprecher des Landgerichts Braunschweig am Mittwoch mitteilte, wird er wegen Untreue und Bestechlichkeit ab dem 21. September vor dem Amtsgericht Braunschweig stehen. Das Amtsgericht hatte im Februar einen Strafbefehl gegen Schuster erlassen. Er hatte jedoch Einspruch eingelegt. Ursprünglich war eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zur Bewährung vorgesehen. Zudem sollte Schuster 10.000 Euro an die Deutsche Verkehrswacht zahlen. Schuster wird unter anderem vorgeworfen, die Scheinanstellung der Lebensgefährtin des Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer arrangiert zu haben, der bereits früher verurteilt worden war.

Außerdem wird ihm zur Last gelegt, bei der Standortsuche für eine VW-Fabrik in Indien von einem indischen Investor 100.000 Euro unberechtigt kassiert zu haben, um ihn gegenüber anderen Bewerbern zu bevorzugen.

Ferner soll Schuster auf VW-Kosten 2004 eine Privatreise nach Indien unternommen und einen Nachtklub in Prag besucht haben. Schuster arbeitete auch für die tschechische VW-Tochter Skoda. Das Gericht geht derzeit davon aus, dass Schuster nicht selber zur Verhandlung erscheinen wird, sondern sich durch seinen Anwalt vertreten lässt. In der VW-Affäre waren zuvor unter anderen bereits der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz und Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert verurteilt worden.

apn

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