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Abgang mit Lächeln: Für Gerhard Gribkowsky ist der Landesbank-Prozess um den HGAA-Kauf vorbei.

Landesbank

Prozess eingestellt: Gribkowsky geht lächelnd

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München – Schon am dritten Tag des Prozesses um den Fehlkauf der HGAA darf ein weiterer Ex-Vorstand die Anklagebank verlassen: Gerhard Gribkowsky. Die Begründung für die Einstellung des Verfahrens scheint kurios.

Gerhard Gribkowsky hebt die Hand zum Gruß, fast sieht es aus, als wolle er zum Abschied winken, er lächelt. „Sie dürfen sich entfernen“, sagt Richter Joachim Eckert. Für Gribkowsky, den ehemaligen Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, ist der Prozess wegen des Fehlkaufs der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) schon am Morgen des dritten Verhandlungstags vorbei. Von den ursprünglich acht angeklagten Ex-Managern stehen nur noch sechs vor Gericht. Gegen Dieter Burgmer hatten die Richter die Anklage gar nicht erst zugelassen.

Dass Gribkowsky nicht mehr zwei Mal pro Woche ins Münchner Strafjustizzentrum kommen muss, liegt daran, dass er bereits in Haft sitzt. Der Ex-Vorstand verbüßt gerade eine achteinhalbjährige Gefängnisstrafe wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung. Er hatte sich von Formel-1-Bernie Ecclestone beim Verkauf der Rennserie mit rund 44 Millionen Dollar schmieren lassen. Weil die noch zu erwartende Strafe aus dem HGAA-Prozess da nicht mehr ins Gewicht fallen würde, stellte das Gericht das Verfahren gegen Gribkowksy nun ein. Richter Eckert sagte, dass sich Gribkowsky nicht persönlich bereichert habe und „nicht die treibende oder führende Kraft“ gewesen sei.

Als Gribkowsky den Gerichtssaal verlassen hatte, sagte er dem "Münchner Merkur", er sei „zufrieden“ mit dem Ausgang des Prozesses. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er arbeite derzeit beim österreichischen Bau-Konzern Strabag, müsse aber abends wieder in ein sogenanntes Freigängerhaus des Gefängnisses. Ob er glaubt, dass sein juristischer Ärger damit zu Ende sei? „Das weiß man nie“, sagte Gribkowsky und grinste. Tatsächlich wird er wohl schon bald wieder im Strafjustizzentrum sein, dann aber nicht mehr auf der Anklagebank, sondern auf dem Zeugenstuhl. Im April beginnt der Prozess gegen Ecclestone. Gribkowsky gilt als Hauptbelastungszeuge.

Der Landesbank-Prozess lief hingegen ohne ihn weiter. Der damalige Finanzvorstand Michael Kemmer betonte, dass sich der mit Polit-Größen besetzte Verwaltungsrat beim Kauf der HGAA über alle Risiken bewusst gewesen sei. „Da ist in einer Detailtiefe nachgefragt worden, wie ich das in keinem anderen Gremium erlebt habe“, sagte Kemmer. Auch Beamte aus dem Finanzministerium hätten sich detailliert mit der Übernahme beschäftigt. Einige dieser Sitzungen hätten mehrere Stunden lang gedauert. Dabei habe der Vorstand die HGAA laut Kemmer keineswegs nur in rosaroten Farben gezeichnet. Auch der damalige Bankchef Werner Schmidt versicherte, dass sich der Vorstand damals bestmöglich über die HGAA informiert haben.

Philipp Vetter

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