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PS5 und Xbox Series X: Vor Weihnachten müssen Videospiele-Fans ganz tapfer sein 

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Von: Thomas Schmidtutz

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Mangelware: Wegen fehlender Halbleiter und der hohen Nachfrage ist die PS5 kaum verfügbar.
Mangelware: Wegen fehlender Halbleiter und der hohen Nachfrage ist die PS5 auch ein Jahr nach dem Marktstart kaum verfügbar. © Neundorf/imago

Spielekonsolen gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Doch Sonys neueste Konsole PS 5 oder die Xbox Series X von Microsoft sind kaum zu haben - und Besserung ist kaum in Sicht. 

München – Wer den Nachwuchs - und sich selbst - zu Weihnachten mit einer neuen Spielekonsole verwöhnen will, muss jetzt ganz tapfer sein: „Wir haben keine PS5 verfügbar und wissen auch nicht, ob wir vor Weihnachten überhaupt noch was reinbekommen“, heißt es in einer Filiale des Branchenprimus Gamestop. Bei anderen Filialen der US-Kette ist die Lage ähnlich. „Wir nehmen noch Vorbestellungen an, aber dieses Jahr wird das wohl nichts mehr“, heißt es in München.

Dabei war die PS5 hierzulande bereits zum Verkaufsstart im vergangenen Herbst kaum erhältlich. Doch während sich die Lage nach dem Start der Vorgängerversionen PS3 oder PS4 nach wenigen Monaten zuverlässig entspannte, bleibt die PS5 für viele Zocker auch rund ein Jahr nach der Premiere eine Schimäre.

Aber ähnlich wie die Autobauer hat der grassierende Chipmangel auch die Konsolen-Hersteller mit voller Wucht getroffen. Dazu kommen gerissene Logistik-Ketten.

PS5: Engpässe sorgen für Frust bei Kunden

Für die Kunden bedeutet das vor allem Frust. Denn neue Geräte kommen meist nur sporadisch und in sehr geringen Stückzahlen in den Handel, die oft in Sekundenschnelle ausverkauft sind. Besser sieht es nur bei der Xbox Series S aus, dem kleineren und etwas leistungsschwächeren Schwestermodell der Series X, und bei manchen älteren Modellen von Nintendos Switch.

Im Video: Neue Playstation Now Games im November

Doch Besserung ist kaum in Sicht: Sony konnte bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen zwar ein Plus an verkauften Konsolen melden. Die Verkaufsprognose für das laufende Geschäftsjahr bis März 2022 bleibe aber unverändert, sagte Finanzchef Hiroki Totoki bei der Präsentation der Zahlen: „Es gibt weiter mehrere Faktoren, die die Versorgung mit Playstation-5-Konsolen massiv einschränken. Wir versuchen aber weiter alles, um die Nachfrage der Kunden zu decken.“

PS5 und Xbox: Kaum Besserung in Sicht

Nintendo musste erst am Donnerstag wegen anhaltender Versorgungsprobleme die Absatzprognose für seine Switch nach unten korrigieren. Und auch Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer rechnet nicht mit einer schnellen Entspannung der Lage. „Das Problem wird uns noch Monate und Monate begleiten“, sagte er Ende September in einem Interview. „Auf jeden Fall bis Ende des Kalenderjahres und bis ins kommende Jahr hinein.“ (Mit Material von dpa) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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