Puma erfreut Mitarbeiter und Aktionäre

- München - Der Herzogenauracher Sportartikler Puma überspringt weiter alle Erwartungen. Weil die Geschäfte besonders in schwierigen Märkten wie den USA gut laufen, haben die Franken nun zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Prognosen erhöht. Nachdem zuletzt die Vorhersage für das Umsatzwachstum auf ein Fünftel und am Jahresende schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro angehoben wurde, steigen nun die Erwartungen an die Profitabilität. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen werde 2004 um 35 bis 40 Prozent zulegen, kündigte Firmenchef Jochen Zeitz an.

Bislang war die Marke mit der springenden Wildkatze von 30 Prozent Gewinnzuwachs ausgegangen. Das sechste Jahr in Folge steigert Puma damit die Profite stärker als die Erlöse. 2003 verdoppelten sich die Gewinne vor Steuern und Zinsen gut auf 263 Millionen Euro. Ein Ende der Erfolgsgeschichte scheint nicht in Sicht. "Die Grenze für die Marke ist noch längst nicht erreicht", betonte Zeitz.

Weil der die nächsten sechs Monate abdeckende Auftragsbestand bis Ende September um fast ein Fünftel auf 757 Millionen Euro gestiegen ist, sei schon jetzt ein guter Start auch ins kommende Jahr gesichert. Davon profitieren Mitarbeiter und Aktionäre. Das heimische Personal sei 2004 um gut 100 Stellen auf aktuell 763 Frauen und Männer aufgestockt worden, sagte Zeitz. Weltweit beschäftigen die Franken, die wie Konkurrenten ausschließlich im Ausland produzieren lassen, knapp 3600 Mitarbeiter. Anteilseigner können für 2004 auf steigende Dividende hoffen, kündigte Zeitz an. Zuletzt gab es 70 Cent je Aktie.

Die eigene Stärke für Zukäufe nutzen will Zeitz frühestens nach der 2006 in Deutschland anstehenden Fußballweltmeisterschaft. Mittelfristig sieht er im riesigen Boomland China neue Wachstumschancen. Weil dort Statussymbole immer mehr an Wert gewinnen, sei Puma mit seiner erfolgreichen Mischung aus Mode und Sport dafür gut gerüstet.

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