Puma immer noch nicht außer Atem

- Herzogenaurach - "Das überlasse ich den klugen Analysten", sagt Jochen Zeitz spitz. Der Puma-Chef reagiert genervt auf die Frage, ob sich denn die Erfolgsstory der Firma mit der schwarzen Raubkatze im Logo dem Ende zuneige. Kein Wunder, denn zweistellige Wachstumsraten auch im vergangenen Jahr scheinen das Gegenteil zu sagen. Die Auftragsbücher sind gefüllt wie nie zuvor, die weltweiten Markenumsätze überschritten erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro.

<P>Dennoch war in den vergangenen Wochen immer wieder Skepsis an den Börsen darüber zu spüren, ob der Ausrüster des Formel-1-Rennstalls von Ferrari denn auch weiterhin in hohem Tempo unterwegs sein würde. "Dass wir ewig die gleichen Wachstumsraten erzielen, davon kann man nicht ausgehen", räumt auch Zeitz ein. "Man muss die absoluten Zahlen sehen."<BR><BR>Und die können sich nach Meinung des Vorstandschefs vorzeigen lassen. Der Konzernumsatz kletterte um 20 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, der Nettogewinn gar um 43,5 Prozent auf 257 Millionen Euro. In allen Regionen hat Puma, die weltweite Nummer sechs, zugelegt. Auch auf dem umkämpften US-Markt, wo Konkurrent Adidas zuletzt seine Probleme hatte, wuchsen die Erlöse um 20 Prozent.<BR><BR>Für 2005 gab Zeitz dennoch vorsichtige Prognosen ab: Umsatz und Gewinn sollten "im mittleren bis oberen einstelligen Bereich" steigen. Das könnte leicht untertrieben sein, sieht der Puma-Chef andererseits doch "langfristig noch großes Potenzial für Marke und Unternehmen." Impulse soll vor allem auch die Fußball-WM 2006 in Deutschland geben. "Wir betrachten sie als sehr große Chance für uns", sagt Zeitz. Mindestens fünf Teams sollen den Puma tragen.<BR><BR>Neue Akzente hat zweifellos Zeitz selbst gesetzt. Als der Hobbyflieger 1993 den Chefsessel übernahm, waren die Produkte der Herzogenauracher Ramschware. Heute gilt Puma als die begehrteste Sportlifestyle-Marke der Welt und der 41-Jährige kann zufrieden Zwischenbilanz ziehen.<BR><BR>Die finanziellen Ziele der im Oktober 2002 begonnenen "Phase III" seien bereits jetzt erreicht und übertroffen. "Wir planen daher, die Phase III bereits zum Ende des Jahres 2005, also ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen, abzuschließen." Was dann kommt, verrät der 41-Jährige noch nicht. Nur so viel: "Das Thema Akquisitionen wird uns beschäftigen."</P>

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