Qimonda streicht zehn Prozent der Stellen

München - Der Chip-Hersteller Qimonda will sich nach erneuten Verlusten von jedem zehnten Mitarbeiter trennen. Die Verluste im zweiten Geschäftsquartal bis Ende März seien im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten zwar zurückgegangen.

Qimonda befinde sich aber immer noch in einem sehr schwierigen Marktumfeld, sagte Vorstandschef Kin Wah Loh am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Einsparungen seien daher notwendig. Die Konzernmutter Infineon hatte nach Veröffentlichung der Qimonda-Zahlen am Vorabend angekündigt, den geplanten Verkauf ihres Mehrheitsanteils voranzutreiben. Daraus ergibt sich für Infineon aber zunächst ein Abschreibungsbedarf von rund einer Milliarde Euro.

Wo genau wie viele Stellen bei Qimonda wegfallen, ist dem Management zufolge noch nicht entschieden. Neben dem geplanten Abbau von Arbeitsplätzen zieht sich das Münchener Unternehmen auch weitgehend aus der Forschung für Flash-Speicher zurück und kündigte eine erst vor einem Jahr geschlossene entsprechende Partnerschaft mit dem taiwanesischen Wettbewerber Macronix auf. So will Qimonda ab 2009 auf jährliche Einsparungen von insgesamt 180 Millionen Euro kommen.

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