Qimonda streicht zehn Prozent der Stellen

München - Der Chip-Hersteller Qimonda will sich nach erneuten Verlusten von jedem zehnten Mitarbeiter trennen. Die Verluste im zweiten Geschäftsquartal bis Ende März seien im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten zwar zurückgegangen.

Qimonda befinde sich aber immer noch in einem sehr schwierigen Marktumfeld, sagte Vorstandschef Kin Wah Loh am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Einsparungen seien daher notwendig. Die Konzernmutter Infineon hatte nach Veröffentlichung der Qimonda-Zahlen am Vorabend angekündigt, den geplanten Verkauf ihres Mehrheitsanteils voranzutreiben. Daraus ergibt sich für Infineon aber zunächst ein Abschreibungsbedarf von rund einer Milliarde Euro.

Wo genau wie viele Stellen bei Qimonda wegfallen, ist dem Management zufolge noch nicht entschieden. Neben dem geplanten Abbau von Arbeitsplätzen zieht sich das Münchener Unternehmen auch weitgehend aus der Forschung für Flash-Speicher zurück und kündigte eine erst vor einem Jahr geschlossene entsprechende Partnerschaft mit dem taiwanesischen Wettbewerber Macronix auf. So will Qimonda ab 2009 auf jährliche Einsparungen von insgesamt 180 Millionen Euro kommen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Der neue US-Präsident stellt den Freihandel in Nordamerika in Frage und will Importe aus Mexiko mit Strafzöllen belegen. Das Nachbarland legt sich schon einmal seine …
Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
Materialsorgen und Finanznöte: Frankreichs Atombranche erlebt schwere Zeiten. Die Atomaufsicht nennt die Lage "besorgniserregend". Und vor der Präsidentschaftswahl ist …
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Mit ganztägigem Frühstück und neuen Angeboten hatte es für kurze Zeit so ausgesehen, als ob McDonald's den kriselnden US-Heimatmarkt rasch zurückerobern könnte. Doch der …
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück
Samsung hat sich viel Zeit genommen, um die Probleme bei seinem feuergefährdeten Vorzeige-Modell Galaxy Note 7 zu untersuchen. Der Smartphone-Marktführer will verlorenes …
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück

Kommentare