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Quelle-Betriebsrat hofft auf ein Machtkampf von der Kanzlerin.

Quelle-Betriebsrat fordert Machtwort von Kanzlerin

Berlin - Quelle gerate zunehmend in die Mühlen des Wahlkampfs, beklagt der Betriebsratsvorsitzende von Quelle, Ernst Sindel. Ein Machtwort der Kanzlerin muss her.

“Mittlerweile auf einer hohen politischen Schiene“, sagte Sindel am Freitag im Deutschlandradio Kultur.  “Hier muss jetzt eine Entscheidung her, und was mich wundert: Die Kanzlerin lässt sich überhaupt nicht hören und sehen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende.

 Sindel kritisierte vor allem Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ( SPD ): “Da gehen alle in die Vorlage, nur unser Finanzminister nicht.“ Er habe das Gefühl, dass der bayerischen Landesregierung, die von Anfang an habe helfen wollen, jetzt gezeigt werden solle, wer das Sagen habe. Sollte der Bund nicht helfen, werde Quelle die bayerische Landesregierung bitten, auch den Rest des benötigten Massekredits von insgesamt 50 Milliarden Euro zu übernehmen. Bayern und Sachsen wollen bislang 25 Milliarden Euro übernehmen, der Rest soll vom Bund kommen.

Steinbrück hatte das Vorgehen von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ( CSU ) kritisiert. Seehofer hatte am Donnerstag verkündet, eine Zustimmung des Bundes zu dem Kredit sei so gut wie sicher. Steinbrück sagte dazu, einen Massekredit über 50 Millionen Euro könne Quelle nur bekommen, wenn die notwendigen Sicherheiten da seien und außerdem die Garantie bestehe, dass die 25 Millionen Euro Anteil des Bundes vorrangig zurückgezahlt würden.

dpa

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