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Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will nach dem Aus für Quelle die lukrativen Teile des insolventen Versandhauses möglichst schnell verkaufen.

Quelle-Filetstücke sollen schnell verkauft werden

Nürnberg - Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will nach dem Aus für Quelle die lukrativen Teile des insolventen Versandhauses möglichst schnell verkaufen.

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“Eine lange Hängepartie können wir uns nicht leisten“, sagte er der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Montagausgabe). Sein Sprecher Thomas Schulz sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, noch in dieser Woche sollten Gespräche mit rund einem Dutzend Interessenten beginnen. Es gebe Angebote “für so ziemlich jeden Teilbereich und jede denkbare Konstellation“.

Als lukrativ gelten vor allem das Quelle- Auslandsgeschäft, der Einkaufs-TV-Sender HSE24 und der Technische Kundendienst Profectis. Görg sagte der FAZ, es brächten sich nun Interessenten aus dem In- und Ausland ins Spiel, “die teilweise auch auf Schnäppchen hoffen“. “Wir sprechen mit ernsthaft interessierten Bietern, die ihr Konzept auch finanzieren können.“ Mehrere Investoren interessierten sich für die Quelle-Auslandsgesellschaften in Osteuropa, Österreich und der Schweiz.

Drei potenzielle Bieter hätten schon Zugang zu den Daten. Er wolle versuchen, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Görg räumte Fehleinschätzungen beim Quelle-Insolvenzverfahren ein. “Wenn man ein Gut für verkäuflich hält, das aber misslingt, ist das klar eine Fehleinschätzung“, sagte er der FAZ. “Ich habe Erwartungen gehegt, die ich nicht erfüllen konnte.“ Er habe sich bei den Mitarbeitern in Nürnberg entschuldigt, “obwohl ich keine Schuld empfinde“, sagte der Insolvenzverwalter. “Dass Quelle abgewickelt wird, hat mich persönlich sehr enttäuscht und ist meine bislang schwierigste Erfahrung gewesen.“

Zugleich verteidigte Görg sein Vorgehen. Der Verkaufsprozess sei nicht aussichtslos gewesen. Selbst am Wochenende vor dem endgültigen Scheitern habe es noch “ernsthafte und intensive Verhandlungen mit einem Konsortium von Quelle-Partnern“ gegeben, sagte er. Besser als bei Quelle schätzt Görg die Aussichten für Karstadt ein. “Das Geschäft ist positiv und liegt über Plan.“ Für Karstadt gebe es Interessenten aus dem In- und Ausland. Erst müssten aber die Eckpunkte des Sanierungskonzepts stehen. Er hoffe, noch vor Weihnachten Klarheit über das Insolvenzplanverfahren zu haben. “Dann kann auch der förmliche Verkaufsprozess beginnen.“ 

dpa

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