Quelle: Personal drohen Einbußen

- Fürth/Hamburg - Im Zuge der Sanierung des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns müssen nun auch die Mitarbeiter des Versandhauses Quelle mit finanziellen Einschnitten rechnen. Gleichzeitig wird die Liste der Interessenten an Filetstücken des Handelsimperiums immer länger.

<P>In den vergangenen Tagen hatte die Konzernleitung von Karstadt-Quelle ihr Sparkonzept für den Warenhausbereich präsentiert. Das Unternehmen forderte, über Urlaub, Mehrarbeit und Gehaltsverzicht zu verhandeln. Dasselbe steht nun auch den Mitarbeitern im Versand bevor: Wie ein Mitarbeiter von Verdi sagte, habe der Personalvorstand von Quelle auf einer Mitarbeiterversammlung Mehrarbeit sowie Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld gefordert.<BR><BR>Zahlen zu einem Stellenabbau im Versand wurden nicht genannt. Betriebsrat und Unternehmensführung seien jedoch bemüht, die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen so gering wie möglich zu halten, sagte eine Sprecherin. Der mittelfränkische DGB-Vorsitzende Stephan Doll befürchtet allerdings allein bei Quelle in Nürnberg einen Verlust von 3000 Arbeitsplätzen.<BR><BR>Unterdessen wächst die Zahl der Unternehmen, die sich für Teile von Karstadt-Quelle interessieren. Seitdem der Sanierungsplan des angeschlagenen Konzerns bekannt ist, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Unternehmen dieser Branchen ihr Interesse bekunden.<BR><BR>"Wir würden uns nicht verschließen, bei einzelnen zum Verkauf stehenden Teilen der Karstadt-Quelle-Gruppe eine Prüfung vorzunehmen", sagte Thomas Voigt von Otto. Dem weltgrößten Versandhandel wird Interesse an den zu Karstadt gehörenden Sport-Fachgeschäften Runners Point sowie der Logistik nachgesagt. In Branchenkreisen heißt es zudem, dass auch die Bekleidungshäuser Peek & Cloppenburg oder C&A mit Interesse auf einzelne Warenhaus-Standorten schielen, die Karstadt-Quelle abstoßen möchte.</P><P> </P>

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