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Quotenstopp: Handel erwartet Preissenkungen

- Berlin - Der deutsche Einzelhandel rechnet mit Preissenkungen bei Kleidungsartikeln nach dem Fall der Importquoten bei Textilien zum Jahreswechsel. "Es wird sinkende Preise geben, aber keine Preiseinbrüche", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr.

<P>Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" erwarten Chefeinkäufer von Warenhäusern und Bekleidungskonzernen, dass nach dem Fall der Importquoten auf Textilien die Preise für Kleidungsartikel drastisch sinken werden.<BR><BR>"Es profitieren in erster Linie die großen Einzelhandelsunternehmen, die in China einkaufen können. Der Mittelstand tut sich da schwer", sagte Pellengahr. Helmut Klier, Einkaufsvorstand der Karstadt Warenhaus AG, erklärte dem "Spiegel" zufolge: "Durch niedrigere Einkaufspreise im Basic, also nicht im modischen Bereich, wird es durch den Konkurrenzdruck zur Weitergabe der verbesserten Einkaufspreise kommen."<BR><BR>Auch sein Kollege von Kaufhof, Ralf Pütmann, erwartet, dass in allen Sektoren, in denen es auf Masse ankomme, "der Preis noch weiter nachgeben wird". "Wenn das Quotensystem beseitigt ist, wird dies höchstwahrscheinlich zu niedrigeren Konsumentenpreisen führen", sagte auch Karl Gunnar Fagerlin, weltweiter Produktionschef von Hennes & Mauritz.<BR><BR>Vom 1. Januar an fallen in der Europäischen Union und in Nordamerika die Einfuhrquoten auf sämtliche Artikel im Textil- und Bekleidungsgewerbe. Bislang galten für China exakt festgelegte Mengenkontingente. Die Konzerne in den Abnehmerländern stellen sich bereits jetzt darauf ein, zunehmend Waren in der Volksrepublik zu ordern. "Der China-Anteil wird steigen", sagte Karstadt-Vorstand Klier dem "Spiegel". Auch der Versandhandelsriese Otto werde voraussichtlich "in China mehr Artikel und auch in größeren Mengen einkaufen", insbesondere bisher einfuhrbeschränkte Produkte wie Hosen, Jeans, Pullover und Damen-Unterwäsche, sagte Importdirektor Eckhardt Fechtner.<BR><BR>Der Mittelstand "sollte sich aus den Preisschlachten heraushalten und sich auf Qualität und Service konzentrieren", sagte HDE-Sprecher Pellengahr. Teurere Markenanzüge würden beispielsweise sicher nicht billiger.</P><P> </P>

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