+
Besonders stark konnte der vom Abgas-Skandal angeschlagene deutsche Hersteller VW zulegen. Foto: Erik S. Lesser

VW-Absatzplus von 24 Prozent

Rabattschlacht befeuert US-Automarkt

Das traditionelle Shopping-Spektakel rund um den Feiertag Thanksgiving hat der US-Autobranche im November starke Verkaufszahlen beschert. Zu den großen Gewinnern zählt die vom Dieselskandal angeschlagene Marke VW, während BMW weiter ins Hintertreffen gerät.

Detroit (dpa) - Starke Rabatte haben die US-Kunden zum Start des Weihnachtsgeschäfts in die Autohäuser gelockt. Im November legten die Verkäufe erstmals seit drei Monaten wieder zu, wie die Absatzzahlen der Branche zeigten.

Besonders stark konnte der vom Abgas-Skandal angeschlagene deutsche Hersteller VW zulegen. Trüb sieht es hingegen weiterhin bei BMW aus.

Nach langer Durststrecke im Zuge der Dieselaffäre gelang Volkswagen ein kräftiges Verkaufsplus in den USA. Der Neuwagenabsatz der Kernmarke VW kletterte im November verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 24,2 Prozent auf 29 672 Autos.

Vor allem beim Passat und bei Golf-Modellen wie dem neuen Sportgeländewagen Alltrack legten die Verkäufe kräftig zu. Das für den US-Markt wichtigste Modell Jetta machte hingegen ein Minus von 7,3 Prozent.

Die VW-Oberklassetöchter Porsche und Audi meldeten Anstiege der Verkaufszahlen um 23,9 und 2,5 Prozent. Der deutsche Premium-Konkurrent BMW gerät in den USA derweil weiter ins Hintertreffen. Der Absatz der Münchner brach im letzten Monat insgesamt um 16 Prozent auf knapp 31 000 Autos ein. Bei der Hausmarke BMW gingen die Verkäufe noch etwas stärker um gut 18 Prozent zurück.

Rivale Daimler schaffte mit seinen Marken Mercedes-Benz und Smart immerhin einen kleinen Zuwachs um 1,1 Prozent. Insgesamt gewann der seit sechs Jahren boomende US-Automarkt nach einer zwischenzeitlichen Abkühlung in den Vormonaten im November wieder deutlich an Schwung. Grund waren vor allem zwei Verkaufstage mehr als im Vorjahr und die Rabattschlacht rund um den Thanksgiving-Feiertag am Monatsende, bei der traditionell mit Sonderangeboten gelockt wird.

Nach vorläufigen Schätzungen des Fachblatts "Automotive News" steigerte die Branche den Absatz im November im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,364 Millionen Fahrzeuge. Die US-Branchenführer General Motors und Ford erhöhten die Verkäufe um 10,2 und 5,1 Prozent. Auch die japanischen Schwergewichte Toyota, Nissan und Honda konnten die Geschäfte erheblich ausbauen. Fiat Chrysler musste dagegen einen starken Rückgang um 14,3 Prozent verkraften.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Dax weitet Verluste aus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.