Rabattschlacht: Milliarden-Minus bei Chrysler

- Stuttgart - Nach dem Milliarden-Quartalsminus bei Chrysler tritt der Autokonzern Daimler-Chrysler in den USA noch stärker auf die Kostenbremse. Der Sanierungsrückschlag habe Chrysler-Chef Dieter Zetsche zu einem Einstellungsstopp bewogen, sagte ein Sprecher in Stuttgart.

<P>Das Unternehmen hatte für das zweite Quartal überraschend einen operativen Verlust von rund einer Milliarde Euro bei Chrysler angekündigt und die Prognose für das operative Ergebnis 2003 im Gesamtkonzern von 5,8 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro gesenkt. Die Daimler-Chrysler-Aktie fiel bis zum Nachmittag um vier Prozent auf 25,70 Euro.<BR><BR>Bei Chrysler sei nach der Schließung von sechs Fabriken und der Streichung von 26 000 Stellen in den vergangenen zweieinhalb Jahren aber kein weiterer Abbau geplant, hieß es weiter. Angesichts der durch Konsumflaute und Rabattschlachten in den USA verursachten Ertragsprobleme werde das Sparprogramm bei Material-, Betriebs- und Verwaltungskosten nochmals intensiviert.<BR><BR>Hoffnung setzt der Mutterkonzern auch auf neue Modelle in der zweiten Jahreshälfte 2003 und im kommenden Jahr sowie auf eine Konjunkturbelebung durch das Steuersenkungsprogramm der US-Regierung. Nach dem Sprung in die Gewinnzone im vergangenen Jahr war die Sanierung der US-Sparte des deutsch-amerikanischen Autobauers schon als Erfolg verbucht worden. 2002 hatte Chrysler einen operativen Gewinn von 1,32 Milliarden Euro nach einem Verlust von 2,18 Milliarden Euro erwirtschaftet. </P><P>Für das laufende Jahr wird nur noch ein leicht positiver Operating Profit vor Restrukturierungsaufwand erwartet. Bisher wurde für 2003 ein Ergebnisziel von zwei Milliarden Dollar angepeilt. Im Mai fiel der Chrysler-Absatz in den USA um drei Prozent auf 217 411 Fahrzeuge. <BR><BR>Die deutschen Autobauer schlugen sich mit Ausnahme von Volkswagen hingegen gut auf dem US-Markt. Porsche steigerte seine Verkäufe im Mai um 34 Prozent auf 3008 Autos, Mercedes-Benz USA setzte 19 167 Autos ab (plus sechs Prozent). Audi erhöhte den Mai-Absatz um 1,9 Prozent auf 7857 Fahrzeuge, BMW lieferte mit 25765 Autos rund neun Prozent mehr aus.<BR><BR>Bei Volkswagen of America brach der Verkauf im Mai gegenüber dem Vorjahresquartal dagegen um 13 Prozent auf 27 941 Autos ein.<BR></P>

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