Radikalen-Wahl: "Hilfreich ist das natürlich nicht"

- München/Berlin - Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Institute haben verhalten auf die Wahlerfolge von NPD und DVU in Sachsen und Brandenburg reagiert. Zwar wird ein Imageschaden bei ausländischen Investoren nicht ausgeschlossen, ein Stopp von Investitionen gilt jedoch als unwahrscheinlich. Das Münchner Ifo Institut rechnet derzeit nicht mit negativen wirtschaftlichen Folgen. "Hilfreich ist es natürlich nicht", sagte Ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb.

<P>Er könne sich aber nicht vorstellen, dass zum Beispiel ausländische Unternehmen deswegen ihre Investitionen verschieben oder sogar absagen könnten. "Man wird im Ausland jetzt aber genau beobachten, wie die anderen Parteien damit umgehen." Der jüngste Erfolg der rechtsextremen Parteien ist nach Einschätzung des Bundesverbands des Groß- und Außenhandels (BGA) sehr kontraproduktiv für die Wirtschaft. "Jeder Anschein von Rechtsradikalismus schadet dem Ansehen des Landes und schreckt damit Investoren ab", sagte BGA-Präsident Anton Börner. Der US-Dienstleister World Trade Center (WTC) befürchtet in Sachsen wachsendes Misstrauen bei potenziellen ausländischen Geschäftspartnern. "Es wird wieder mehr Zurückhaltung geben. Wir werden uns vielen Fragen stellen und viele Erklärungen geben müssen", sagte der Leipziger WTC-Geschäftsführer Klaus Janeczek.<BR></P>

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