Was Radler dürfen und was nicht

Rechte und Pflichten im Straßenverkehr: - Frühlingszeit ist Fahrradzeit. Was der Gesundheit durch Einsatz der Muskelkraft dient, das bringt andererseits nicht selten rechtliche Probleme. Das Radlfahren hat durchaus seine Tücken...

Alle in einer Reihe

Beispielsweise wird das Gebot, dass Radfahrer "einzeln hintereinander" zu fahren haben, ziemlich oft missachtet. Nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch "der Verkehr nicht behindert wird" (was bei breiten Straßen durchaus angenommen werden kann).

Radweg ist Pflicht

Sind gekennzeichnete Radwege da (weißes Rad auf blauem Grund), so müssen sie benutzt werden - auch von Rennradlern. Ausnahmen gelten für den Fall, dass die Nutzung des Wegs - etwa wegen tiefer Löcher - nicht zumutbar ist. Natürlich berechtigen auch "Hindernisse" auf dem Radweg, zum Beispiel parkende Autos oder Mülltonnen, "vom (Rad-)Weg abzukommen"; allerdings darf nicht auf den Gehweg ausgewichen werden. Nicht gekennzeichnete Radwege oder Wege mit dem Schild "Fahrradsymbol frei" dürfen von Radlern befahren werden, müssen es aber nicht.

Kinder, die noch keine acht Jahre alt sind, müssen dagegen - Kinder von "acht bis neun" dürfen - die Gehwege benutzen. Über Querstraßen müssen sie ihr Radl schieben.

Rasen verboten

Auch Radfahrer haben sich an Beschränkungen zu halten, und auch für sie gilt die allgemeine Regel, dass niemand schneller fahren darf, als es der Verkehrssituation angemessen ist. Das heißt: Auch 20 km/h können "zu schnell" sein. Denn Fußgänger sind optisch und akustisch weniger leicht auszumachen.

Kolonne als Fahrzeug

Ist die Gruppe der Radler größer, gelten besondere Vorschriften. So dürfen mehr als 15 Radfahrer einen geschlossenen Verband bilden. Innerhalb dieses Verbundes darf zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn gefahren werden. Die "Fahrzeugmehrheit" ist dann von anderen Verkehrsteilnehmern wie ein "Fahrzeug" zu behandeln. So kann eine Fahrrad-Kolonne eine Kreuzung "lahm legen", wenn die Vorausfahrenden "berechtigt eingefahren sind" und die Nachzügler nicht mehr anhalten müssen, um Verkehr passieren zu lassen. Allerdings darf das Privileg nicht erzwungen werden.

Leise Musik erlaubt

Musikhören auf dem Fahrradattel - etwa mit einem MP3-Spieler - ist nicht gänzlich verboten. Eine Vorschrift regelt jedoch, dass "die akustische Wahrnehmung nicht beeinträchtigt werden darf". Der Knopf im Ohr muss also entsprechend leise gestellt sein.

Das richtige Licht

Immer wieder für Diskussionsstoff sorgt die Beleuchtung am Rad. Dabei regelt die Straßenverkehrszulassungsordnung genau, wie die "Lichttechnischen Einrichtungen an Fahrrädern" auszusehen haben: Scheinwerfer und Schlussleuchte müssen mit einer Lichtmaschine (mindestens drei Watt/sechs Volt) betrieben werden. Zusätzlich darf auch per Batterie für das richtige Licht gesorgt werden. Rennräder bis 11 Kilogramm dürfen ausschließlich auf Batteriebetrieb setzen.

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