Rampl will HVB-Übernahme 2005 abschließen

- München - Nach Verlängerung der Angebotsfrist für die Übernahme der HypoVereinsbank durch Unicredit drückt HVB-Chef Dieter Rampl aufs Tempo. "Wir haben uns einen Vorsprung verschafft, um aus dieser Chance eine Erfolgsgeschichte zu machen.

Jetzt müssen wir den Zusammenschluss nur so schnell wie möglich voranbringen", schrieb Rampl in einem Brief an die Mitarbeiter. Darin versuchte er, Befürchtungen über weiteren Jobabbau und eine Zerschlagung des Deutschlandgeschäfts im Zuge der Übernahme zu zerstreuen: "Die Spekulationen über zusätzlichen Arbeitsplatzabbau entbehren jeder Grundlage."

Die italienische Großbank Unicredit hatte die Umtauschfrist für die HVB-Aktien um zwei Wochen bis 24. Oktober verlängert. Grund ist eine Angebotsänderung wegen noch ausstehender kartellrechtlicher Genehmigungen in Polen und Kroatien. Auf den ersten Blick sei dies zwar "bedauerlich, denn wir müssen uns so noch einmal auf eine weitere vierzehntägige Warteperiode einrichten", räumte Rampl ein. "Wir haben weiter allen Grund zur berechtigten Annahme, dass mehr als 65 Prozent unserer Aktionäre ihre Aktien tauschen."

Der Zeitplan sehe vor, dass der Vollzug des Umtausches am 25. Oktober gemeldet werden könne. Etwa Ende November sollten die organisatorischen Strukturen der Holding unter Dach und Fach sein. Voraussichtlich Mitte Dezember könnten dann in Deutschland Aufsichtsrat und Vorstand der HVB AG bestellt werden.

Das Deutschlandgeschäft werde eine bedeutende Rolle für die Wachstumsstrategie spielen, betonte Rampl. "Da steckt auch ein riesiges Potenzial." Die Standorte München und Wien sollten auch künftig neben der Verantwortung für das Deutschlandgeschäft im Konzern eine zentrale Rolle spielen.

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