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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

Plädoyer für bewährte Technik

Ramsauer: Nicht wundern, wenn es schief geht

Berlin - Verkehrsminister Peter Ramsauer ärgert sich über Mängel am Berliner Hauptbahnhof. Er führt sie aber vor allem darauf zurück, dass es "immer was revolutionär Neues sein" muss.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat verärgert auf die Baumängel am Berliner Hauptbahnhof reagiert. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass die oberirdische Strecke im erst 2006 eröffneten Bahnhof im Jahr 2015 für mehrere Monate wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden muss. Wenn so früh - nach sechs oder acht Jahren - schon Wartungsarbeiten in dem Umfang erforderlich würden, sei das ärgerlich, sagte Ramsauer am Mittwoch im Fernsehsender n-tv. „Aber das ist auch wieder so ein typischer Fall: Man baut keine erprobten, belastbaren Techniken mehr ein, sondern es muss immer was revolutionär Neues sein.“ Dann brauche man sich auch nicht zu wundern, wenn hinterher etwas schief geht.

Der CSU-Politiker verteidigte seine geplante Reformkommission für Großprojekte. Das sei „nicht noch eine Kommission“, sondern eine Gruppe von herausragenden Fachleuten, die Baupannen bei Großprojekten wie etwa am Berliner Flughafen oder bei Stuttgart 21 vermeiden solle. „Wir können es ja eigentlich in Deutschland“, sagte Ramsauer. Aber es gebe Mängel in der Planung. „Man darf sich nicht bei der ersten Berechnung der Kosten in die Tasche lügen, nur um ein Investitionsprojekt erst zu erzwingen.“ Das habe zur Folge, dass manches vielleicht auch unterbleiben werde. „Wir wollen ein Handbuch Großprojekte, dass wir in Zukunft solche Projekte im Zeitrahmen und auch im Kostenrahmen erstellen können“, sagte Ramsauer.

dpa

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