Rasantes Wachstum bei Solar Millennium

- München - Noch spielt die Solarthermie bei der weltweiten Erzeugung von Strom kaum eine Rolle. Nach Einschätzung von Henner Gladen, Technologie-Vorstand der Solar Millennium AG aus Erlangen, wird sich das jedoch bald ändern: "Der Markt wächst rasant", sagt der 43-Jährige. Und davon soll auch sein Unternehmen weiter profitieren, das sich in dem noch wenig genutzten Verfahren der Energie-Erzeugung als einer der führenden Dienstleister sieht.

Bereits im letzten Geschäftsjahr, das im Oktober zu Ende ging, wuchs Solar Millennium stürmisch. Die Sonnenfirma konnte den Umsatz im Vorjahresvergleich um fast 70 Prozent auf 13,7 Millionen Euro steigern, während sich der Gewinn auf 9,3 Millionen Euro verneunfachte. Grund dafür war der Verkauf von Anteilen an zwei Projektgesellschaften. Diese hatte Solar Millennium gegründet, um den Bau der beiden ersten Solarthermie-Großkraftwerke Europas in Spanien voranzubringen.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter zulegen. Wie Finanz-Chef Mathias Drummer ankündigte, sei ein Umsatzplus von rund 30 Prozent geplant; das Ergebnis soll um 14 Prozent wachsen. "Im Fokus stehen dabei die Intensivierung der Projektentwicklung in Spanien und den USA", hieß es. Dabei sieht Drummer auch beim Kurs der seit Juli gehandelten Aktie noch Potenzial. Das Papier schmierte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen am Montag zunächst jedoch um zeitweise neun Prozent ab.

Bei der Solarthermie wird durch gebündelte Sonnenstrahlung Dampf erzeugt, der Turbinen antreibt, über die dann Strom entsteht. Der Vorteil gegenüber der Photovoltaik, bei der elektrische Energie mittels Solarzellen direkt durch Sonnenlicht erzeugt wird: Solarthermie-Kraftwerke können durch Zufeuerung von Brennstoffen oder mit Hilfe von Wärmespeichern auch betrieben werden, wenn nur der Mond scheint.

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