Rating kann Fitness-Kur für Betrieb sein

- München - Rating: Lange Zeit war dieses Schlagwort in Zusammenhang mit den Eigenkapitalrichtlinien nach Basel II ein Schreckenswort gerade für mittelständische Betriebe. Rating kann für ein Unternehmen aber auch von Vorteil sein: Das berichten zwei Münchner Traditionsfirmen, Feinkost Käfer und das Großhandelsunternehmen Keller & Kalmbach, auf einer Informationsveranstaltung der Deutschen Bank.

<P>Käfer stehe für Emotionalität, meinte Geschäftsführer Karlheinz Schneider. Nach dem Rating habe sich für den Betrieb die Sicht erweitert: "Heute schauen wir viel mehr als früher auf Bilanzzahlen, längerfristige Strategie, Wettbewerber und Märkte." Und das sei durchaus wertschöpfend. Muss es auch, denn 30 000 bis 50 000 Euro kostet so ein Bankenrating schon, wie der Ratingexperte der Deutschen Bank, Harald Schönebeck, erklärte. </P><P>Dafür bekämen die Firmen nicht nur eine klare Beurteilung, sondern auch Hinweise, wie Schwachpunkte angegangen werden könnten. Zudem könnten auf längere Sicht die Finanzierungskosten sinken. Florian Seidl von Keller & Kalmbach sieht das Rating sogar sportlich, als eine Art Fitness-Kur für den Betrieb. Und: "Es gibt einen doppelten Lerneffekt." Die Bank lerne die weichen Faktoren im Betrieb kennen, das Unternehmen die harten Faktoren, an denen die Bank ihre Beurteilung festmacht."</P><P> </P>

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