"Standard & Poor's"

Ratingagentur: Griechen jetzt "negativ"

New York - Wegen schlechter wirtschaftlicher Prognosen hat die Ratingagentur Standard & Poor's den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Griechenlands von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt.

Es sei wahrscheinlich, dass das finanziell angeschlagene Land im laufenden Haushalt eine Deckungslücke aufweisen werde, erklärte die Agentur am Dienstagabend in New York. Grund seien die sich verschlechternde Wirtschaftslage und Verzögerungen bei der Umsetzung von Reformen. Griechenland brauche voraussichtlich zusätzlich bis zu 7 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF), erklärte S&P.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

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Die Senkung des Ausblicks deutet darauf hin, dass S&P die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter herabstufen könnte, falls das Land keine weiteren Hilfszahlungen von der Eurozone und dem IWF bekommt. Derzeit liegt das Bonitätsrating unverändert bei „CCC“, was Ramschwert entspricht.

S&P erwartet, dass das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Verlauf dieses und des nächsten Jahres um zehn oder elf Prozent schrumpft. Die EU und der IWF haben für diesen Zeitraum lediglich einen Rückgang um vier bis fünf Prozent prognostiziert.

Die Troika aus Experten der Europäischen Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF hatte am Sonntag ihre Gespräche über die Umsetzung der griechischen Konsolidierungsprogramme beendet. Von einer positiven Bewertung des Regierungshandelns hängt die Auszahlung weiterer Kredittranchen an das Eurozonen-Mitglied ab. Anfang August hatte sich die griechische Dreierkoalition nach wochenlangem Ringen auf neue Haushaltskürzungen geeinigt, mit denen in den kommenden zwei Jahren 11,5 Milliarden Euro eingespart werden sollen.

dapd

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