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Moody's sieht Deutschland gut aufgestellt.

Risiko eine rAbstufung bleibt aber

Moody's lobt Fortschritte Deutschlands

Frankfurt/Main - Die Ratingagentur Moody's hat Deutschland ein gutes Zeugnis ausgestellt und Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung gelobt. Doch es gibt auch Einschränkungen.

Die Topbonitätsnote „Aaa“ bleibt zwar mit negativem Ausblick versehen, somit besteht weiter das Risiko einer Abstufung. Doch in dem Jahresbonitätsbericht, den die Agentur am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichte, überwiegen eindeutig die positiven Töne. Die größte Gefahr für die Kreditbewertung des Bundes sei die anhaltende Euro-Schuldenkrise - vor allem der potenzielle Austritt eines Mitglieds aus dem Währungsraum.

Ansonsten sparen die Bonitätswächter nicht an lobenden Worten: Deutschland punkte mit einer breiten Wirtschaftsbasis und steigender Produktivität, die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ sei weltweit hoch. Moody's weist zudem auf „beträchtliche Fortschritte“ bei der Haushaltskonsolidierung hin. Das Vertrauen der Investoren sei groß, was sich in sehr niedrigen Kreditkosten äußere.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

Probleme sehen die Moody's-Analysten in der hohen Staatsschuldenquote von rund 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Anstieg sei während der Finanz- und Euro-Krise jedoch geringer ausgefallen als in vielen anderen großen Ländern und dürfte nach Einschätzung der Bonitätsprüfer in den nächsten fünf Jahren wieder auf unter 70 Prozent sinken. Weitere Herausforderungen bestünden in der demographischen Lage und durch den schwachen Ausblick für das Wirtschaftswachstum in Europa.

dpa

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