Ratiopharm soll nach Israel verkauft werden

Ulm - Der Ulmer Generikahersteller Ratiopharm wird laut Finanzkreisen an den weltgrößten Generikahersteller Teva Pharmaceutical verkauft.

“Teva Pharmaceuticals hat das Rennen für sich entschieden“, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen. Das Unternehmen sei kurz davor, für 3,5 Milliarden Euro mit Ratiopharm die Nummer zwei auf dem deutschen Generikamarkt zu übernehmen, sagte eine zweite Quelle. Sowohl Ratiopharm als auch Teva lehnten auf Anfrage einen Kommentar ab.

Die israelische Teva Pharmaceuticals will durch den Zukauf ihre europäische Marktpräsenz erweitern, die noch Lücken aufweist. Den Bieterkampf verloren hat der isländische Konzern Actavis, der zur Finanzierung des Kaufs auf Unterstützung des größten Gläubigers, der Deutschen Bank, angewiesen war. Zudem ging der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer leer aus.

Die finanziell angeschlagene Merckle-Gruppe, zu der Ratiopharm gehört, will mit dem Verkauf ihre Schulden tilgen. Sie war durch die Wirtschaftskrise und Spekulationen mit VW-Aktien in Schieflage geraten.

dpa

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