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Durch den Kauf von Ratiopharm ist Teva die Nummer eins am europäischen Generikamarkt.

Ratiopharm wird an Konkurrenten Teva verkauft

Ulm - Nun gibt es auch offiziell die Bestätigung: ­Der Ulmer Generikahersteller Ratiopharm wird an den israelischen Konkurrenten Teva Pharmaceuticals verkauft.

Das teilte Teva am Donnerstag mit. Der Verkaufspreis liegt bei 3,625 Milliarden Euro. Die Übernahme müsse noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Teva geht allerdings von einem Abschluss bis zum Ende des Jahres aus. Nach der Übernahme hätten beide Unternehmen zusammen einen Umsatz von 16,2 Milliarden Dollar.

Damit ist Teva die Nummer eins am europäischen Generikamarkt und wird weltweit rund 40 000 Mitarbeiter beschäftigen. Teva erwartet durch die Übernahme in den nächsten drei Jahren Synergieeffekte von mindestens 300 Millionen Euro. Finanziert werde der Kauf unter anderem über Kreditlinien.

Den Bieterkampf verloren hat damit der isländische Konzern Actavis, der zur Finanzierung des Kaufs auf Unterstützung des größten Gläubigers, der Deutschen Bank, angewiesen war. Zudem ging der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer leer aus. Die finanziell angeschlagene Merckle-Gruppe, zu der Ratiopharm gehört, will mit dem Verkauf ihre Schulden tilgen. Sie war durch die Wirtschaftskrise und Spekulationen mit VW-Aktien in Schieflage geraten.

dpa

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