Raubkopien kosten Arbeitsplätze

- München - Über 115 000 neue Arbeitsplätze könnten bis 2009 in Deutschland entstehen, wenn der Anteil illegaler Software von 29 auf 19 Prozent gesenkt würde. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) hervor. Außerdem würde der Beitrag der IT-Branche am Bruttoinlandsprodukt von 80 Milliarden auf 105 Milliarden Euro ansteigen. In das Staatssäckel könnten 56,6 Milliarden Euro Steuern fließen. Deutschlandweit könnte die IT-Wirtschaft um 38 Prozent wachsen. "Wer der Software-Branche schadet, schadet dem Standort Bayern", sagt Staatssekretär Hans Spitzner. "Es geht um tausende von Arbeitsplätzen."

Deutschland hat laut BSA-Europa-Chef Georg Herrnleben EU-weit den größten Softwaremarkt. Und den möchte er mit härteren Gesetzen und empfindlicheren Strafen besser schützen. Eine Firma, die Produkte im Wert von 50 000 Euro illegal benutzt, werde mit Schadensersatz in Höhe von etwa 30 000 Euro bestraft. In Österreich müsste man mit etwa 100 000 Euro und dem Zwang zur Nachlizenzierung rechnen. Das Nachbarland hat dementsprechend eine niedrige Piraterie-Rate von 25 Prozent. Herrnleben fordert außerdem nach italienischem Vorbild eine Behörde, die sich ausschließlich mit Wirtschaftsdelikten befasst.

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