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Ein Brio-Spielzeug auf der charakteristischen Ravensburger-Ecke. Für den Spielzeughersteller hat sich der Zukauf gelohnt.

Investition rechnet sich

Ravensburger legt dank Brio-Zukauf zu

Nürnberg - Spiele-Klassiker sind beliebt. Davon profitiert der Spielwarenhersteller Ravensburger. Auch der Kauf eines Konkurrenten zahlt sich aus.

Die starke Nachfrage nach Puzzles, Brettspielen und Holzspielzeug haben dem Spielwarenunternehmen Ravensburger im vergangenen Jahr das neunte Umsatzplus in Folge beschert. Die Erlöse kletterten 2015 auch dank des Zukaufs des schwedischen Spielzeugmachers Brio um 19,2 Prozent auf 444,9 Millionen Euro, wie Ravensburger am Vorabend der Eröffnung der Nürnberger Spielwarenmesse mitteilte.

„Wir sind in fast allen Kategorien gewachsen und bis auf wenige Ausnahmen auch in allen Ländern“, sagte Vorstandschef Karsten Schmidt. Das mit Abstand meiste Geld sei erneut mit Spielen und Puzzles erwirtschaftet worden. Wie der gesamten Spielwarenbranche gaben Ravensburger auch starke Lizenzen wie „Star Wars“ Auftrieb. Zum Gewinn will das Unternehmen erst im Juni Angaben machen.

„Die Märkte sind erstaunlich stark gewachsen“, betonte Schmidt am Montag. Davon habe auch sein Unternehmen mit den rund 2000 Mitarbeitern profitiert. In Zeiten des Wandels und der gefühlten Unsicherheit sei eine Rückbesinnung auf das Wesentliche - zum Beispiel auch das Spielen im Kreis der Familie - feststellbar. Davon profitiere wie viele andere Spielwarenhersteller auch Ravensburger, sagte Schmidt. Selbst bei Spieleklassikern sei eine höhere Nachfrage zu verzeichnen gewesen. Gut hätten sich obendrein Puzzles und Produkte des audiodigitalen Lernsystems Tiptoi verkauft.

Der deutsche Markt entwickelte sich für das Unternehmen aus Baden-Württemberg am besten. Aber auch im Ausland legte Ravensburger zu. Der Umsatz erhöhte sich dort um zehn Prozent auf 194,8 Millionen Euro. Der Zukauf des schwedischen Spielwarenherstellers Brio wirkte sich positiv auf den Umsatz aus. Brio konnte seinen Umsatz im ersten Jahr unter dem Ravensburger-Dach um 20,9 Prozent auf 46,8 Millionen Euro steigern - auch dank einer neuen Holzeisenbahn für Kleinkinder ab eineinhalb Jahren.

Schmidt zeigte sich zuversichtlich, den Umsatz auch im laufenden Jahr steigern zu können. Prognosen seien aber noch schwierig. „Wir hoffen, dass wir das fortführen können“, betonte der Vorstandschef.

dpa

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